Moskau gibt Kraftstoffprobleme infolge ukrainischer Angriffe zu
Seit Monaten zielt die Ukraine bei ihren Gegenangriffen auf die Ölindustrie Russlands – dort war die Ausgabe von Benzin teilweise eingeschränkt. Nun kommentiert ein Moskauer Ministerium die Lage.
Rauchsäule über Sankt Petersburg nach ukrainischem Angriff auf örtliche Infrastruktur (3. Juni)
Das russische Energieministerium hat Probleme bei der Kraftstoffversorgung infolge ukrainischer Angriffe eingeräumt. In letzter Zeit hätten Unternehmen des Kraftstoff- und Energiesektors mit einer Zunahme von feindlichen Angriffen aus der Luft zu kämpfen, »was zu vorübergehenden Schwierigkeiten mit der Kraftstoffversorgung in einer Reihe von südlichen Regionen führt«, hieß es in einer Mitteilung der Behörde bei Telegram.
Ein nun im Energieministerium gebildeter Stab mit Unternehmen aus diesem Sektor solle eine stabile und effiziente Versorgung des Landes sicherstellen, teilte die Behörde weiter mit.
Lesen Sie hier mehr über die ukrainischen Attacken gegen Russlands Ölindustrie .
Vizeregierungschef Alexander Nowak hatte beim St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum am vergangenen Wochenende bereits eingeräumt, dass Russland derzeit weniger Öl fördere als ursprünglich geplant. Er erklärte dies mit unplanmäßigen Reparaturen – ohne Gründe dafür zu nennen.
Von Moskau eingesetzte Behörden auf der annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim und dem ebenfalls annektierten Gebiet Luhansk in der Ostukraine hatten schon zuvor die Ausgabe von Benzin eingeschränkt. Die russische Regierung untersagte außerdem erstmals und zunächst bis Ende November die Ausfuhr von Kerosin.
In dem vor mehr als vier Jahren von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine setzt Kyjiws Militär bei seinen Gegenangriffen seit Monaten auf Drohnenattacken gegen die russische Ölindustrie . Damit will die Ukraine den Treibstoffnachschub für die russische Armee stören und die für Moskaus Kriegskasse wichtigen Einnahmen aus dem Energiegeschäft schmälern.
Mit den Angriffen auf die russische Ölindustrie will die Ukraine auch ihre Verhandlungsposition in möglichen Gesprächen mit Moskau verbessern. Gerade erst hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach eigenen Angaben mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner über eine Auffrischung der diplomatischen Initiativen für eine Beendigung des Ukrainekriegs gesprochen.
Er danke Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, und dem Sondergesandten Witkoff für ihre Bereitschaft, in den kommenden Wochen so aktiv wie möglich an einer Wiederbelebung der Diplomatie zu arbeiten, schrieb Selenskyj in sozialen Medien.
Selenskyj hatte in der vergangenen Woche vor dem Hintergrund des Irankriegs das lange Warten auf die Anreise von US-Unterhändlern in die Ukraine bedauert. Angekündigt hatte er sie bere
📌 Kaynak
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