Ende von FCAS: Union und SPD fordern Alternative zu deutsch-französischem Kampfjet

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Ende von FCAS: Union und SPD fordern Alternative zu deutsch-französischem Kampfjet

Die Koalitionäre interpretieren das Ende des Luftkampfsystems FCAS als Chance für neue Kooperationen. Die Grünen werfen der Regierung mangelnde Durchsetzungskraft vor.

Das Scheitern des deutsch-französischen Kampfjetprojekts FCAS führt zu Forderungen nach raschen Alternativen von Verteidigungspolitikern. Union und SPD plädieren für neue internationale Kooperationen, um die Luftverteidigung und Zukunftstechnologien zu stärken. Nach neun Jahren endet das Projekt, das einen gemeinsamen Kampfjet für Deutschland und Frankreich vorsah. Die Grünen kritisieren das Scheitern als Niederlage und fordern mehr Führungskraft in der europäischen Sicherheitspolitik. Die Entscheidung, die Notbremse zu ziehen, wird bedauert, aber auch als notwendig angesehen.

Nach dem Scheitern des Rüstungsprojekts eines deutsch-französischen Kampfjetsprojekts FCAS haben Verteidigungspolitiker von Union und SPD eine rasche Alternative gefordert. Das Ende nach jahrelangen Vorbereitungen sei »eine wegweisende und richtige Entscheidung«, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Thomas Erndl (CSU), der Augsburger Allgemeinen.

Nun müsse die Zusammenarbeit mit anderen Partnern zügig geprüft werden. Er plädierte dafür, das Aus für die Kooperation auch als Chance zu sehen. »Die deutsche Industrie kann und muss nun ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen«, sagte Erndl.

Auch der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), forderte rasch neue internationale Kooperationen. »Deutschland verfügt mit Großbritannien, Spanien und auch Schweden über starke europäische Partner, die ein großes Interesse an der Entwicklung der nächsten Generation von Luftkampfsystemen haben«, sagte Röwekamp der Rheinischen Post. »Jetzt sollten wir die Chance nutzen, neue und tragfähige Kooperationen auf Augenhöhe zu schmieden, die technologischen Fortschritt und industrielle Souveränität Europas stärken.« Das Scheitern von FCAS bezeichnete Röwekampf als »bedauerlich, denn Europa braucht gerade in der Luftverteidigung und bei Zukunftstechnologien mehr Zusammenarbeit und nicht weniger«.

Röwekamp bezog sich dabei auf unterschiedliche Projekte: Großbritannien arbeitet aktuell etwa mit Italien und Japan an einem gemeinsamen Kampfsystem. Das Programm mit dem Namen GCAP ähnelt dem gescheiterten deutsch-französischen Projekt FCAS. Spanien war als dritter Partner an FCAS beteiligt. In Schweden sitzt wiederum der Konzern Saab, der seinen Kampfjet Gripen weiterentwickeln will.

Die Entscheidung sei »eher ein Vorteil, weil jetzt Klarheit herrscht«, sagte der SPD-Verteidigungspolitiker Christoph Schmid. Nun könnten schnell andere Projektpartner als Alternativen zu den Franzosen geprüft werden. Die Entscheidung sei »nicht überraschend und n

📌 Kaynak

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