Konjunktur: Wirtschaft wächst in zwölf Bundesländern
Das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal verteilt sich auf die Länder nicht gleich: Berlin wächst etwa um fast ein Prozent, Nordrhein-Westfalen verzeichnet Rückgänge.
In Deutschland verzeichneten nur 12 der 16 Bundesländer im ersten Jahresquartal Wirtschaftswachstum, wobei die Verteilung sehr ungleich war. Während einige Länder wie Berlin und Brandenburg um 0,9 Prozent wuchsen, gab es in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen sogar Rückgänge. Die Rolle der Industrie ist maßgeblich für die regionalen Wachstumswerte, wobei Standorte mit Rüstungsindustrie profitierten. Bayern und Berlin führten die Rangliste an, während Schleswig-Holstein am Ende stand. Rheinland-Pfalz war das einzige Land mit zwei aufeinanderfolgenden Quartalen Schrumpfung, während knapp die Hälfte der Länder in allen drei Quartalen Wachstum verzeichnete.
Nur 12 der 16 Bundesländer haben im ersten Jahresquartal Wirtschaftswachstum verzeichnen können. Wie das Münchner ifo Institut errechnet hat, verteilte sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft von 0,3 Prozent im ersten Jahresviertel sehr ungleich auf die Länder. Während die Wirtschaft etwa in Berlin und Brandenburg um jeweils 0,9 und in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz um je 0,8 Prozent gewachsen ist, kam es in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen sogar zu weiteren Rückgängen gegenüber dem Vorquartal.
Den schlechtesten Wert verzeichnen dabei Hamburg und Schleswig-Holstein, wo die Wirtschaft demnach um 0,5 Prozent geschrumpft ist. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen fiel der Rückgang mit 0,2 beziehungsweise 0,1 Prozent geringer aus. Mehr als ein Drittel der deutschen Bevölkerung lebt in den vier Bundesländern, deren Wirtschaft im ersten Quartal schrumpfte.
Deutschland steckt seit Jahren in einer wirtschaftlichen Schwächephase. Die Wirtschaft wächst kaum, Unternehmen investieren zurückhaltend, viele Menschen sorgen sich um ihren Wohlstand. Angesichts dieser Lage kann man sich fragen: Braucht unsere Gesellschaft tatsächlich immer mehr Wachstum – oder wäre ein Leben ohne Wachstum möglich?
Mit dieser Frage beschäftigen wir uns in der neuen Folge von »Ist das eine Blase?«, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Zu Gast ist der Ökonom Tom Krebs, Professor für Makroökonomik und Wirtschaftspolitik an der Universität Mannheim.
Krebs hält die Vorstellung, Deutschland könne sich dauerhaft mit wirtschaftlicher Stagnation arrangieren, für gefährlich. Wachstum sei nicht bloß eine abstrakte Kennzahl für Politiker und Volkswirte, sondern eng mit gesellschaftlicher Stabilität verbunden. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, wie wirtschaftliche Unsicherheit das Vertrauen in Politik und Institutionen erschüttern könne. »Wir
📌 Kaynak
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