Nach Aus für Mindestsicherung nahmen viele Schutzberechtigte Jobs an
Wien strich einer bestimmten Gruppe geflüchteter Menschen die Sozialhilfe, in der Folge sank die Zahl der Arbeitslosen markant. AMS-Chef Johannes Kopf sieht positive Effekte – warnt aber auch vor Schattenseiten.
Die Wiener Stadtregierung hat zu Jahresbeginn die Mindestsicherung für subsidiär Schutzberechtigte drastisch gekürzt, um die finanzielle Belastung zu senken. Betroffene erhalten seitdem deutlich geringere Leistungen, was zu heftigen politischen Debatten über Armutsrisiken und Arbeitsanreize führte. Aktuelle Daten des Arbeitsmarktservices zeigen nun, dass die Zahl der arbeitslosen Personen aus dieser Gruppe innerhalb eines Jahres um über 36 Prozent gesunken ist. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl derer, die eine Beschäftigung aufnahmen, um rund ein Drittel an. Während AMS-Chef Johannes Kopf die positiven Beschäftigungseffekte hervorhebt, mahnt er gleichzeitig zur Vorsicht hinsichtlich möglicher negativer Begleiterscheinungen. Die Entwicklung verdeutlicht den direkten Zusammenhang zwischen staatlichen Transferleistungen und der Arbeitsmarktintegration dieser spezifischen Personengruppe.
Die Daten liefern eine empirische Grundlage für die kontroverse Debatte darüber, inwieweit finanzielle Anreize die Erwerbsbeteiligung von Geflüchteten beeinflussen können.
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