»Glücksatlas«: Erfurt und Augsburg vorn, Rostock hinten
In Erfurt geht es den Menschen laut dem »Glücksatlas« am besten. Schlusslicht ist Rostock. Das sind die möglichen Gründe.
In Erfurt ist die allgemeine Lebenszufriedenheit der Menschen im Vergleich von 40 deutschen Großstädten am höchsten. Das geht aus dem aktuellen »Glücksatlas« hervor, den die Universität Freiburg in Zusammenarbeit mit der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) erstellt hat. Die Thüringer Landeshauptstadt liegt in dem Großstadtranking auf Platz eins, gefolgt von Augsburg in Bayern und Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Schlusslicht ist Rostock.
Erfurt sei das beste Beispiel einer ruhigen ostdeutschen Großstadt, schreiben die Autoren der Studie. »Die Mieten sind gering, die Umweltqualität hoch und die wirtschaftliche Lage ist im Städtevergleich sogar leicht überdurchschnittlich.«
Erfurt hat rund 215.000 Einwohner, auf dem Glücksindex der Studie erreicht es einen Wert von 7,74. Schlusslicht Rostock kommt nur auf 5,8. Unter den anderen ostdeutschen Städten sticht Erfurt damit heraus, denn im Vergleich zählen die Einwohner ostdeutscher Großstädte zu den unglücklichsten.
Die ostdeutschen Großstädter seien im Durchschnitt älter, leben häufiger allein und seltener im Wohneigentum. Auch die Arbeitslosenquoten seien noch höher als im Westen und das verfügbare Einkommen geringer. Berlin auf Platz 35 und Dresden auf Platz 31 liegen eher im hinteren Feld des Rankings. Allerdings sind mit Frankfurt am Main (Platz 38) und Wiesbaden (Platz 39) auch zwei westdeutsche Städte noch weiter hinten.
Für das Ranking wurden insgesamt 23.286 Menschen zwischen 16 und 84 Jahren vom Institut für Demoskopie Allensbach im Zeitraum von Januar 2023 bis April 2026 repräsentativ befragt. Die Befragten leben in den 40 größten Städten Deutschlands mit mehr als 200.000 Einwohnern.
Für die Umfrage wurde mündlich und persönlich die Frage gestellt: »Wenn Sie einmal alles in allem nehmen, wie zufrieden sind Sie insgesamt zurzeit mit Ihrem Leben?« Die Befragten bewerteten individuell, was ihr Leben lebenswert macht. Daneben wurde ein Index der objektiven Lebensqualität aus 30 Indikatoren in acht Kategorien erstellt, darunter Wohnen, Kriminalität, Wohlstand und Arbeitsmarkt, Gesundheit, Familie und Bildung.
Mit zunehmender Stadtgröße sinke im Durchschnitt die Lebenszufriedenheit, erklärten die Studienmacher. Das sei ein Muster, das sich mit wenigen Ausnahmen wie Hamburg oder Düsseldorf durch das gesamte Städteranking ziehe. Ein Grund für die Unzufriedenheit seien etwa die teuren Mieten und eine vergleichsweise hohe Kriminalitätsrate. Zudem werde die Infrastruktur von den Bewohnern unterdurchschnittlich bewertet, führten die Studienmacher aus.
Auch die mentale Gesundheit der Bevölkerung sei im Ve
📌 Kaynak
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