Donut Labs entlarvt: Angeblicher Wunderakku soll von deutscher Firma stammen
Von Anfang an gab es Zweifel an der revolutionären Batteriezelle des finnischen Anbieters Donut Lab. Dahinter soll eine deutsche Firma stecken. ( Akku , Patent )
Der angebliche Wunderakku des finnischen Start-ups Donut Lab soll von einer deutschen Firma stammen und auf konventionellen Lithium-Ionen-Zellen basieren. Das berichtet der Youtube-Kanal Ziroth(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf umfangreiche eigene Recherchen und Aussagen von 20 unabhängigen Batterieexperten. Donut Lab hatte den angeblich im Siebdruckverfahren hergestellten Festkörperakku auf der CES 2026 vorgestellt. Doch bereitgestellte Tests zeigten bislang keine Eigenschaften von Festkörperakkus.
Hinter der angeblichen Erfindung stecken laut Ziroth neben Donut Lab noch das finnische Start-up Nordic Nano und das im rheinischen Königswinter ansässige Unternehmen CT-Coating(öffnet im neuen Fenster). Die Rollenverteilung habe dabei so ausgesehen, dass "CT-Coating der Innovator, Nordic Nano der Hersteller und Donut Lab für die Vermarktung der Zelle zuständig war". Nordic Nano habe jedoch "nie auch nur eine einzige Batteriezelle hergestellt".
Auf seiner Internetseite(öffnet im neuen Fenster) macht CT-Coating keine Angaben zu seinen Produkten. Die Seite diene "lediglich als Medium zur Kontaktaufnahme und soll unsere Technologie nicht erläutern. Detaillierte Informationen zu unserer Technologie erhalten Sie nach Ihrer Kontaktaufnahme". Laut Handelsregister sind Gegenstand des 2017 gegründeten Unternehmens "technische Entwicklungen in Bezug auf funktionale Beschichtungen und deren Erweiterung, technische Beratung und Dienstleistung sowie Handel mit Lizenzen".
Ein Gespräch mit Vertretern von CT-Coating erweckte laut Ziroth den Eindruck, "dass diese Leute keine Ahnung haben, wie eine Batterie eigentlich funktioniert". Sie hätten davon gesprochen, dass ihre Batterien keine Seltenerdmetalle und daher auch kein Lithium enthielten. Allerdings hat das Leichtmetall Lithium chemisch nichts mit den Seltenerdmetallen zu tun. "Es wurden also viele Schlagworte herumgereicht, aber es steckte keine echte Wissenschaft dahinter", sagte Ziroth.
Hinter CT-Coating soll der in Cochem an der Mosel ansässige Erfinder Ernst Hölzenbein(öffnet im neuen Fenster) stecken. Auf diesen gehen laut Ziroth die meisten, wenn nicht sogar alle Patente der Firma zurück. Darunter soll auch eine spezielle Pflasterplatte sein, die Energie in einem Festkörperakku speichern soll, um im Winter Schnee zu schmelzen und ein Vereisen der Platte zu verhindern. "Die Energiespeicherschicht ist vorzugsweise als Festkörperakkumulator, beispielsweise als Lithium-Luft-Festkörperakkumulator, oder als Superkondensator ausgebildet", heißt es in der Patentanmeldung(öffnet im neuen Fenster).
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📌 Kaynak
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