Schiri verpasst die WM - FIFA in der Einreisekrise
Ein für die WM nominierter Schiedsrichter aus Somalia ist die Einreise in die USA verweigert worden. Der Vorgang zeigt: Die FIFA kann grundsätzliche Rahmenbedingungen nicht gewährleisten. [ mehr ]
Ein für die WM nominierter Schiedsrichter aus Somalia ist die Einreise in die USA verweigert worden. Der Vorgang zeigt: Die FIFA kann grundsätzliche Rahmenbedingungen nicht gewährleisten. Die Abweisung des Schiris ist nur einer von mehreren Vorfällen - weitere sind zu erwarten.
Die FIFA bestätigte in einer Stellungnahme, dass die WM für einen der nominierten Schiedsrichter bereits wieder vorbei ist. Omar Artan werde "weder als Schiedsrichter noch im Trainingsbetrieb" an der WM teilnehmen. Artan war am Flughafen Miami die Einreise durch die Behörden verweigert worden. Er flog zurück nach Istanbul, von wo er auch angereist war.
Omar Artan wurde 2025 zu Afrikas bestem Schiedsrichter ernannt. Der 34-Jährige sollte nun bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko Spiele leiten. Daraus wird nun nichts. Der Zoll- und Grenzschutz am Flughafen Miami bestätigte dem Portal "The Athletic", dass Artan einer zusätzlichen Überprüfung unterzogen worden sei. Dabei sei festgestellt worden, dass er "nicht einreiseberechtigt ist". Laut FIFA teilten die Behörden mit, dass sich an Artans Status "nichts mehr ändern wird".
Schiedsrichter Omar Artan aus Somalia wird die Einreise in die USA verweigert.
Was genau das Problem war, blieb offen. Somalia gehört zu jenen Ländern, die auf einer von der US-Regierung unter Präsident Donald Trump erstellten Liste mit generellen Einreiseverboten stehen. Grundsätzlich sollen bei diesen Verboten aber Ausnahmen für Sportler für internationale Wettbewerbe gemacht werden können. Das somalische Sportministerium teilte laut AFP mit, Artan habe ein gültiges Visum für die USA gehabt.
Andrew Giuliani, der die Task Force des Weißen Hauses leitet, sagte dem britischen Sender BBC, er könne nicht auf Details eingehen. "Aber ich kann Ihnen sagen, dass die Entscheidung der Zoll- und Grenzschutzbehörde richtig war, und ich unterstütze diese Entscheidung."
Der Vorgang stellt den reibungslosen Ablauf des Turniers in Frage. 2017 sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino während der ersten Amtszeit von Donald Trump: "Es ist offensichtlich, dass alle Teams, Funktionäre und Fans Zugang zum Ausrichterland haben müssen. Sonst gibt es keine WM, das ist klar. Die Vorgaben werden klar sein. Und dann kann jedes Land entscheiden, ob es sich bewirbt."
Die USA bewarben sich 2018 erfolgreich gemeinsam mit Mexiko und Kanada, in der Abstimmung beim FIFA-Kongress in Moskau setzte sich die Bewerbung gegen die aus Marokko durch. Von Vorgaben ist heute keine Rede mehr. "Die FIFA ist nicht in die Einreiseverfahren der Gastgeberländer, einschließlich der Visa-Entscheidungen, involv
📌 Kaynak
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