Marktbericht: Kaum Impulse von frischen Konjunkturdaten

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Marktbericht: Kaum Impulse von frischen Konjunkturdaten

Frische Konjunkturdaten zu Deutschlands Exporten und zur Industrieproduktion locken die Investoren nicht aus der Deckung. Zu unsicher bleibt die Situation im Nahen Osten - der DAX bewegt sich kaum.[ mehr ]

Frische Konjunkturdaten zu Deutschlands Exporten und zur Industrieproduktion locken die Investoren nicht aus der Deckung. Zu unsicher bleibt die Situation im Nahen Osten - der DAX bewegt sich kaum.

Der DAX startet praktisch auf Vortagesniveau, aktuell notiert der deutsche Leitindex bei rund 24.620 Punkten. Zu Wochenbeginn war der DAX 0,6 Prozent tiefer bei 24.616 Punkten aus dem Handel gegangen.

Die Investoren bleiben angesichts der geopolitischen Risiken zurückhaltend. Nach den jüngsten Spannungen im Konflikt zwischen Iran und Israel kam es bislang zwar nicht zu weiteren Angriffen. Beide Seiten drohten jedoch im Fall von Verstößen gegen ihre jeweiligen Bedingungen mit weiteren Kämpfen.

Zwischen Iran und Israel zeichnet sich leichte Entspannung ab: Beide Seiten wollen auf neue Angriffe verzichten. mehr

"Zwischen Krisenrauschen, geldpolitischen Fragezeichen und der KI-Euphorie als strukturellem Wachstumstreiber fehlt Anlegern derzeit ein verlässliches Navigationssignal. Ohne klare Leitplanken bleibt das Marktumfeld schwer navigierbar", beschreibt Timo Emden von Emden Research die Marktlage.

Der DAX bleibe auf Richtungssuche, konstatiert auch Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners. "Den initialen gestrigen Kursverlust haben offensichtlich einige Schnäppchenjäger zum Einstieg genutzt. Mit solchen Käufen ist der DAX aktuell nach unten ganz gut abgesichert."

"Nach oben haben zuletzt jedes Mal zügig Gewinnmitnahmen eingesetzt. Solange sich dieses Bild nicht ändert, wird sich für den deutschen Leitindex keine klare Richtung herauskristallisieren", so Altmann weiter.

Kann die Konjunktur Impulse für den Aktienmarkt setzen? Bislang gilt die wirtschaftliche Lage in Deutschland als schwierig, hohe Energiepreise und unterbrochene Lieferketten belasten die Unternehmen, die Wachstumsaussichten sind schwach. Deshalb blicken die Investoren mit großem Interesse auf aktuelle Konjunkturdaten: Sie hoffen auf eine kommende Erholung.

Die heute veröffentlichten deutschen Exportzahlen fallen überraschend stark aus. Die Ausfuhren sind im April den dritten Monat in Folge gewachsen, wenn auch nur um 0,9 Prozent. Der Grund: eine höhere Nachfrage aus Europa und den USA.

Nachdem am Montag die Auftragslage für die Industrie enttäuscht hatte, standen heute auch die Daten zur Produktion an. Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im April zwar leicht erhöht. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,4 Prozent mehr her als im Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Von einer echten Erholung sei allerdings noch nichts zu sehen, sagen Ökonomen.

📌 Kaynak

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