Politisch motivierte Kriminalität: Dobrindt bewertet rechtsextrem motivierte Gewalt als »größte Gefahr«
2025 wurden fast 86.000 politisch motivierte Straftaten verzeichnet – die Hälfte davon von rechts. Bei linksextremen Gewalttaten war der Anstieg jedoch besonders groß.
Rechtsextremismus bleibt laut Bundesinnenminister Dobrindt die größte Gefahr bei politisch motivierter Kriminalität, wie die jährliche Statistik des Innenministeriums und des BKA zeigt. Mit 85.837 registrierten Straftaten erreichte die Zahl einen neuen Höchststand, wobei rechte oder rechtsextreme Motivationen den Großteil ausmachten. Linksextreme Straftaten stiegen um 35,3 Prozent, während rechtsextreme Gewalttaten um 7,4 Prozent zunahmen. Besonders alarmierend ist der Anstieg bei antisemitischen, frauenfeindlichen und queerfeindlichen Delikten, der BKA warnt vor dem Einfluss sozialer Medien auf die gesellschaftliche Radikalisierung. Trotzdem bleibt die größte Gefahr weiterhin vom Rechtsextremismus ausgehend.
Rechtsextremismus bildet laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) weiterhin die »größte Gefahr« bei politisch motivierter Kriminalität. Das sagte Dobrindt bei der Vorstellung der jährlichen Statistik des Innenministeriums und des Bundeskriminalamts (BKA) zu politisch motivierten Delikten. Deren Zahl hat im vergangenen Jahr demnach mit 85.837 registrierten Straftaten einen neuen Höchststand erreicht.
Der »mit Abstand« größte Bereich sind hierbei demnach Straftaten mit einer rechten oder rechtsextremen Motivation, sagte Dobrindt: Deren Zahl lag trotz eines leichten Rückgangs von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr bei 42.544 Fällen und damit knapp der Hälfte aller verzeichneten Straftaten. Eine niedrigere Fallzahl, dafür aber ein hohes Wachstum verzeichneten die Behörden bei linksextrem motivierten Straftaten: Mit 13.490 Fällen habe sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 35,3 Prozent erhöht, heißt es in der Statistik.
Noch größer fiel der Anstieg bei linksextrem motivierten Gewalttaten aus. Deren Zahl erhöhte sich um mehr als 42 Prozent auf 1.087 Fälle. Zugleich wurden 1.598 Fälle rechtsextrem motivierter Gewalttaten registriert, was einem Anstieg von 7,4 Prozent entspricht. Insgesamt gab es mit 4.156 verzeichneten politisch motivierten Gewaltdelikten so viele Fälle wie zuletzt 2016.
»Die linke Szene unterstreicht mit 42 Prozent mehr an Gewalttaten die wachsende Bedrohung, die von ihr ausgeht«, sagte Dobrindt. »Die mit Abstand meisten Delikte wurden allerdings von rechten und rechtsextremen Tätern verübt, was wiederholt zeigt, dass die größte Gefahr aktuell vom Rechtsextremismus ausgeht.«
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Zu der hohen Gesamtzahl an politisch motivierten Delikten trug nach Einschätzung des BKA im vergangenen Jahr maßgeblich die Bundestagswahl bei. Demnach gab es 2025 fast 14.000 Fäll
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