Odyssee durch die Ostsee: Buckelwal-Kadaver wird zu Biodiesel verarbeitet

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Odyssee durch die Ostsee: Buckelwal-Kadaver wird zu Biodiesel verarbeitet

Die Überreste des als »Timmy« oder »Hope« bekannt gewordenen Buckelwal-Weibchens enden teilweise in einer Fabrik. Einige Knochen landen im Museum.

Zwei Container und ein Bagger stehen neben dem angespülten Buckelwal (Aufnahme vom 4. Juni)

Nach der Obduktion und dem Transport von Teilen des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals auf das Festland werden die Überreste des Tiers in einer dänischen Fabrik verwertet. Das bestätigte die Firma Daka Dänemark, die sich des Kadavers annimmt.

In der Fabrik des Unternehmens in Randers werden die Überreste von Walen wie dem Buckelwal laut einem Sprecher zunächst in drei Bestandteile getrennt. Das Wasser wird gereinigt und in den Fjord geleitet. Das Fett – zum Beispiel aus der Speckschicht des Wals – wird in Biodiesel umgewandelt. Und alles andere – Knochen, Sehnen und Haut – wird zu einer Art Mehl verarbeitet, das als Biomasse zur Verbrennung in einer Zementfabrik endet.

Der Buckelwal war vor einigen Wochen tot am Strand der dänischen Insel Anholt angespült worden. Die Obduktion des Tiers hatte vergangene Woche ergeben, dass der Wal ein Weibchen war. Die Todesursache blieb dagegen unklar.

Bei der mehrstündigen Untersuchung war der Wal geöffnet und zerteilt worden. Ein Bagger hatte die Kadaverteile in vorbereitete Container gehievt. Am vergangenen Freitag waren die Überreste des Tiers vom Strand entfernt und am Montag abtransportiert worden. Manche Knochen des Tiers kommen in die Sammlung des Naturhistorischen Museums in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen.

Das Tier war ab Ende März mehrfach vor der deutschen Ostseeküste gestrandet. Eine private Initiative hatte den sehr geschwächten Buckelwal Ende April mit einem Lastschiff Richtung Nordsee transportiert und dort später ausgesetzt. Der gesamte Vorgang wurde von Experten überwiegend kritisiert.

An dem Wal hatte die Initiative einen Tracker angebracht, der an dem Tier entdeckt wurde. Die Trackerdaten sind laut dem Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen erhoben. Sie lägen der Initiative vollständig und dem Ministerium in Teilen vor, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa: »Die Daten sollen möglichst zügig abschließend ausgewertet werden. Sobald dies geschehen ist, wird die Öffentlichkeit über die hieraus folgenden Erkenntnisse informiert.«

📌 Kaynak

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