WWDC-2026-Keynote: Der Abend der zweiten Versuche
Apple ist in sich gegangen und liefert längst überfällige Verbesserungen bei Betriebssystem-Geschwindigkeit, Apple Intelligence, Siri und Spotlight und nicht zuletzt dem ungeliebten Liquid-Glass-Design. Ein IMHO von Christian Rentrop ( Apple , KI )
Es ist immer schön, wenn Apple auf seine User hört. Das macht der Konzern nämlich viel zu selten, wenn auch in letzter Zeit immer öfter. Wer am Abend des 8. Juni 2026 bei der Keynote zur WWDC 2026 allerdings ein Hard- und Software-Innovationsfeuerwerk alter (Apple-)Schule erwartet hatte, wurde enttäuscht. Stattdessen ist Apple in sich gegangen, verbessert mit den kommenden Systemen so manche eher schwache Funktion und rudert bei der ungeliebten Liquid-Glass-Oberfläche deutlich zurück. Gut so.
Doch fangen wir vorn an: Vorab sprach der scheidende Apple-CEO Tim Cook wie üblich unter dem Regenbogen im Apple Park in Cupertino in dem ihm eigenen, etwas drögen Duktus die einleitenden Worte an die Entwicklergemeinde. Dann wurde auch schon an Craig Federighi, Senior Vice President für Software-Entwicklung, übergeben. Apple-Kenner wissen: Mit innovativer Hardware ist jetzt eigentlich nicht mehr zu rechnen.
Federighi leitete weiter durch die Keynote und deckte umgehend die wohl wichtigste Information des Abends, Bestandteil zahlloser Spekulationen im Netz, auf: MacOS 27 heißt Golden Gate, weil ... ja.
In einer eher schwachen Comedy-Einlage verrieten ihm das ein paar ganz zufällig mit ihrem gelben VW‑Typ 2 durch den Apple-Park brausende Hippies. Vielleicht, weil Hippies bunt und nonkonformistisch sind und das neue Produkt des 4,46 Billionen Dollar schweren Konzerns Apple auch?
Selbst der Federighi-Wackelkopf auf dem Armaturenbrett des verkiffqualmten VW-Bus wusste nicht so recht, was er davon halten sollte. Die anderen Betriebssysteme tragen nach der üblichen Nomenklatur ab Herbst einfach "27" im Namen.
Zum Glück widmete man sich dann ernsteren Themen, und davon gibt es derzeit leider viele in Apples fertilem Betriebssystem- und Software-Universum: Apples Software-Qualität ist im freien Fall, und so brüstete sich Staceys Ford Vice President OS Program Management damit, man habe auf die User gehört – und viel verbessert.
Und schon ging es weiter mit Liquid Glass, der wohl augenscheinlichsten Baustelle; der erste zweite Versuch des Abends. Liquid Glass bekommt einen Slider, mit dem sich die Optik von "ultra clear" bis "fully tinted" einstellen lässt.
Zusätzliche Liquid-Glass-Layer sollen zudem die Icons ansprechender machen. Ein innovativer sogenannter Uniformed Toolbar samt deutlicherer Fenster-Optik soll künftig helfen, Content von Bedienelementen zu unterscheiden. Also so, wie Apple es vor der 26er-Systemversion gemacht hat. Apple überlässt nun also den Usern, wie ihr System aussehen soll.
Auch an der Geschwindigkeit – oder im Apple-Sprech: "Responsiveness"
📌 Kaynak
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