Karneval: Russisches Gericht bestätigt Strafe gegen Satiriker Jacques Tilly

📌 Diğer 📰 Zeit Online 🕐 3 saat önce
Karneval: Russisches Gericht bestätigt Strafe gegen Satiriker Jacques Tilly

Wegen Karnevalswagen mit Putin-Motiv wurde Jacques Tilly in Abwesenheit zu mehr als acht Jahren Haft verurteilt. Ein Moskauer Berufungsgericht hat das Urteil bestätigt.

Das russische Berufungsgericht bestätigt die Haftstrafe für den deutschen Satiriker Jacques Tilly, der in Abwesenheit verurteilt wurde. Tilly wurde wegen satirischer Karnevalswagen, die Putin und den Patriarchen Kyrill verballhornen, zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Verteidigung scheiterte mit der Beschwerde gegen das Urteil, da kein psychiatrisches Gutachten über Tillys Schuldfähigkeit vorlag. Tilly selbst lehnt weitere Berufungsanträge ab und bezeichnet den Prozess als Farce. Das Auswärtige Amt kritisiert das Urteil als Kriminalisierung von Kunst und Satire.

Ein russisches Berufungsgericht hat die Strafe von achteinhalb Jahren Haft gegen den deutschen, in Abwesenheit verurteilten Satiriker Jacques Tilly bestätigt. Richter Wladimir Ussow verlas in Moskau die Entscheidung, wonach die Beschwerde der Verteidigung gegen das Urteil abgewiesen und das Strafmaß bestätigt sei. Tilly ist von der Entscheidung, ebenso wie von dem ursprünglichen Urteil, nicht unmittelbar betroffen, da er sich nicht in Russland aufhält.

Der Satiriker war Anfang April zu einer Geldstrafe und der langjährigen Haft verurteilt worden. Wegen Karnevalswagen, die Tilly gestaltet und auf denen er den russischen Staatschef Wladimir Putin verballhornt hatte, ist er unter anderem wegen der Verbreitung von Falschnachrichten und der Verletzung religiöser Gefühle verurteilt worden. Letzteres fußt auf einer Darstellung des Patriarchen Kyrill, dem Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, auf einem von Tilly 2024 gestalteten Karnevalswagen.

An dem Moskauer Prozess nahm der Karnevalist nicht teil und hatte nach Angaben von Pflichtverteidigerin Natalja Dudkina auch keinen Kontakt zur Verteidigung. Dudkina begründete das nun gescheiterte Revisionsverfahren damit, dass während der Ermittlungen kein psychiatrisches Gutachten über die Schuldfähigkeit Tillys habe erstellt werden können.

In ihrem Plädoyer beim ursprünglichen Prozess hatte die Verteidigerin Freispruch aus Mangel an Beweisen beantragt. »Es war meine gesetzliche Pflicht als Verteidigerin, gegen dieses Urteil Beschwerde einzulegen«, sagte Dudkina der Nachrichtenagentur dpa. Dabei beklagte sie, dass es ihr nicht gelungen sei, mit Tilly Kontakt aufzunehmen.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Der Anwältin zufolge ist der Fall abgeschlossen – sofern der Bildhauer nicht noch selbst Kontakt aufnehme und darum ersuche, den Prozess vor die nächste Instanz zu bringen. Die Staatsanwaltschaft, die sich mit ihrer Strafforderung weitgehend durchgesetzt hatte, verzichtete auf Rechtsmittel.

Der Satirike

📌 Kaynak

Bu özet Zeit Online kaynağından otomatik derlenmiştir. Tamamı için orijinal habere gidin.

Orijinal haberi oku →
📱
News AI World — Mobil uygulama
Bu haberleri 45 dilde, anlık çeviriyle cebinde. Erken erişim için Gmail adresini bırak.
← Tüm haberlere dön