China und Nordkorea: »Amerika widerstehen, Korea unterstützen«
Nordkoreas Wirtschaft wächst, auch daher will Chinas Präsident Xi jingping die Partnerschaft mit dem Nachbarn festigen. Ein Thema spart er bei seinem Besuch aber aus.
Kim Jong-un feiert mit Xi Jinping eine große Party in Pjöngjang, um ihre "unverbrüchliche Freundschaft" zu betonen. Xi Jinping besucht Nordkorea nach sieben Jahren, um neue Entwicklungschancen und wirtschaftliche Beziehungen anzusprechen. Nordkorea erlebt einen ökonomischen Aufschwung, der auf außenpolitischen Winkelzügen basiert. Trotzdem bleibt das Atomprogramm ein Tabuthema bei Xis Besuch. Xi Jinping scheint sich mit Nordkoreas nuklearer Bewaffnung abgefunden zu haben und fokussiert sich stattdessen auf die Taiwan-Frage.
Als es Abend wird in Pjöngjang, lässt Kim Jong-un für seinen Ehrengast die ganz große Party steigen. Akrobaten wirbeln über die Bühne eines Stadions, Sängerinnen schmettern nordkoreanische Revolutionshymnen, Soldaten jonglieren mit Sturmgewehren. Dazwischen mischen sich Tänzer in Pandakostümen, die veranschaulichen, welchem Gastland der Zirkus gilt: Aus China angereist ist Staatschef Xi Jinping, der sich mit Kim die Ehrentribüne teilt.
Sieben Jahre ist es her, dass Xi zuletzt Nordkorea besucht hat, das abgeschottete Nachbarland, zu dem China praktisch seit der Gründung beider kommunistischen Volksrepubliken engere Bindungen pflegt als irgendein anderer Staat der Welt. Dass Xi sich so lange nicht hat blicken lassen, lag nicht an ihm, sondern an der Pandemie: In den Coronajahren machte Nordkorea seine Grenzen noch rigoroser dicht als China, der ohnehin dürre Austausch mit der Außenwelt kam fast vollständig zum Erliegen. Erst seit März dieses Jahres verkehren wieder Flüge zwischen Pjöngjang und Peking.
Nun aber ist Xi zurück, seine erste Auslandsreise im laufenden Jahr führt ihn nach Nordkorea. Worum es ihm dort geht, ließ er vorab zwischen den Zeilen eines Gastbeitrags für das nordkoreanische Parteiblatt Rodong Sinmun durchblicken. Von der »unverbrüchlichen Freundschaft« beider Länder ist dort die Rede, die Volksrepubliken seien »gemeinsame Reisende auf dem sozialistischen Pfad«. Auch von »neuen Entwicklungschancen« in den beiderseitigen Wirtschaftsbeziehungen schrieb Xi – und schließlich von einem gemeinsamen Eintreten »gegen Hegemonie und Großmachtpolitik«, ein kaum verschleierter Fingerzeig in Richtung USA.
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Dass Xi so ausdrücklich die freundschaftliche Kontinuität im Verhältnis beider Länder betont, hat einen offensichtlichen Grund: Seit seinem letzten Besuch hat sich in Nordkorea manches verschoben – in wirtschaftlicher, außenpolitischer und militärischer Hinsicht.
Am auffälligsten ist der ökonomische Wandel. Überraschend ist Nordkorea zuletzt ein kleine
📌 Kaynak
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