Anne Haug: »Man muss seinen Kopf bescheißen«
Anne Haug gewann als erste Deutsche den Ironman. Wie hielt sie diese Qualen aus? Sie weiß, wie man seinen Körper überlistet – und im richtigen Moment auf ihn hört.
Anne Haug, erste deutsche Frau, die die Triathlon-WM auf Hawaii gewann, beendete abrupt ihre Karriere und hat nun ein Buch geschrieben. In einem Videocall erzählt sie, wie der Ruhestand einer Triathletin aussieht. Hochleistungssport war für sie ein Privileg, auch wenn es entbehrungsreich war. Trotzdem hat sie sich immer gequält, denn das gehört für sie zum Sport dazu. Ihr Durchhaltevermögen und die Fähigkeit, sich zu quälen, waren Schlüssel zum Erfolg, auch wenn das Training nicht immer Spaß machte.
Anne Haug gewann 2019 als erste deutsche Frau die Triathlon-WM auf Hawaii. Ihre Ironman-Bestzeit der Frauen von 8:02:38 Stunden, die sie vor zwei Jahren aufstellte, hat bis heute Bestand. Vor knapp einem Jahr hat sie abrupt ihre Karriere beendet. Und mittlerweile ein Buch geschrieben. In einem Videocall erzählt sie, aus Lanzarote zugeschaltet, wie der Ruhestand einer Triathletin aussieht.
DIE ZEIT: Frau Haug, wann haben Sie sich das letzte Mal gequält?
Anne Haug: Das bleibt bei mir nie aus. Ich komme gerade vom Laufen. Draußen war es extrem windig und meine Beine sind noch schwer vom Krafttraining gestern. Aber ein bisschen quälen gehört zum Sport dazu. Sonst wäre das Glücksgefühl danach auch nicht so groß.
📌 Kaynak
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