Feuer in Umspannwerk: Alle Haushalte in Reutlingen haben wieder Strom

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Feuer in Umspannwerk: Alle Haushalte in Reutlingen haben wieder Strom

Der Stromausfall in Reutlingen ist fast beendet. Nach dem Feuer in einem Umspannwerk gibt es nur noch in einem Gewerbegebiet Probleme mit der Versorgung.

Stromversorgung nach Brand in Reutlingen wiederhergestellt, nur noch 50 Gewerbekunden ohne Strom. Ermittlungen zu möglicher Brandstiftung laufen, keine politischen Hintergründe bisher bekannt. Verdacht auf extremistische Motivation, Ermittlungsverfahren beim Staatsschutz. Politiker diskutieren Schutz kritischer Infrastruktur, Resilienz soll gestärkt werden. Rund 7.600 Gebäude und 40.000 Menschen von Stromausfall betroffen, Lehren aus dem Vorfall noch unklar.

Nach dem Feuer in einem Umspannwerk in Reutlingen werden alle Haushalte wieder mit Strom versorgt. Das teilte Jens Balcerek von der FairNetz GmbH mit. Derzeit gebe es noch etwa 50 Kundinnen und Kunden im Gewerbegebiet, die noch nicht versorgt würden. Privathaushalte seien bis auf Einzelfälle alle versorgt – »seit gestern Abend 22.02 Uhr«.

Zu den Hintergründen der Tat ist bisher nichts bekannt. »Wir ermitteln ergebnisoffen weiter«, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes in Baden-Württemberg. Es gebe keine Hinweise auf einen politischen Hintergrund und auch kein Bekennerschreiben. Der am Umspannwerk gesicherte mögliche Brandbeschleuniger und weitere Asservate würden noch analysiert.

Auch wenn es bislang keine Hinweise auf einen politischen Hintergrund gibt, könnte der Tat möglicherweise eine extremistische Motivation zugrunde liegen. Deshalb wird das Ermittlungsverfahren beim Staatsschutzzentrum der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart geführt. Derzeit besteht der Verdacht der vorsätzlichen Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte gesagt, dass es sich »aller Wahrscheinlichkeit nach« um einen Brandanschlag handle.

Der Vorfall erinnert an die zwei mutmaßlich linksextremistischen Brandanschläge auf die Stromversorgung in Berlin. Von dem ersten Anschlag am 9. September 2025 auf zwei Strommasten waren zeitweise rund 50.000 Privathaushalte und rund 2.000 Gewerbebetriebe betroffen. Der Stromausfall dauerte rund 60 Stunden, erst am Nachmittag des 11. September hatten wieder alle Haushalte Strom. Am 3. Januar wurden fünf Hoch- und zehn Mittelspannungskabel auf einer Kabelbrücke zerstört. Der Stromausfall dauerte bis zum 7. Januar an. Der Stromausfall sorgte zudem dafür, dass viele Zentralheizungen nicht mehr liefen.

Laut Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) lässt sich solch kritische Infrastruktur nur bis zu einem gewissen Maß schützen. »Die Vorstellung, dass wir alle Umspannwerke quasi von der Öffentlichkeit abschirmen, die ist kaum durchsetzbar«, sagte Özdemir. Trotzdem prüfe man, was man nach dem Brand in einem Umspann

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