FCAS: Boris Pistorius bedauert FCAS-Aus
Den Verteidigungsminister »schmerzt« das Scheitern des deutsch-französischen Kampfjetprojekts FCAS. Das Projekt sei an der Realität zerschellt, sagte Boris Pistorius.
Das deutsch-französische Rüstungsprojekt für einen neuen Kampfjet, FCAS, ist gescheitert, was Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sehr enttäuscht. Das Ende des Projekts war absehbar aufgrund fehlender Einigungsmöglichkeiten. Die unterschiedlichen Anforderungen der deutschen und französischen Luftwaffen sowie ein Führungsstreit zwischen Dassault und Airbus verzögerten das Vorhaben. Trotz des Scheiterns betont Pistorius die Bedeutung der deutsch-französischen Zusammenarbeit in Europa. Ein neues europäisches Alternativprojekt namens "Team Gen 6" wird nun von acht Rüstungsfirmen geplant, um die Lücke zu füllen.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat sich enttäuscht über das Scheitern des milliardenschweren deutsch-französischen Rüstungsprojekts für einen neuen Kampfjet geäußert. Das Aus des Vorhabens schmerze ihn sehr, sagte Pistorius. Zugleich betonte er, dass das Ende des Projekts nicht überraschend komme, da zuletzt keine Einigung mehr erreichbar gewesen sei.
FCAS steht für Future Combat Air System und war ein deutsch-französisches Projekt zur Entwicklung eines neuen Luftverteidigungssystems. Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatten das Vorhaben 2017 nach der ersten Wahl von Donald Trump angekündigt. Ein mit Tarnkappentechnik ausgestatteter Kampfjet sollte bei der deutschen Luftwaffe den Eurofighter Typhoon und bei den französischen Luftstreitkräften das Kampfflugzeug Rafale ablösen.
Pistorius sagte, FCAS sei ein ambitioniertes europäisches Großprojekt gewesen, das an der Realität gescheitert sei. Es gebe jedoch keinen Anlass für die Annahme, dass das deutsch-französische Verhältnis dadurch belastet werde. Die Zusammenarbeit beider Länder in Europa bleibe weiterhin von großer Bedeutung.
Als ein Grund für das Scheitern gelten die unterschiedlichen Anforderungen der beiden Luftwaffen. Französische Kampfjets sollen auch auf Flugzeugträgern landen und Atomwaffen tragen können. Die deutsche Luftwaffe benötigt hingegen ein schnelles Jagdflugzeug.
Auch ein Führungsstreit zwischen den beteiligten Konzernen Dassault und Airbus verzögerte das Projekt. Der französische Rüstungskonzern Dassault beanspruchte bei der Entwicklung des Kampfjets eine Führungsrolle. Bei Airbus vertrat man die Auffassung, Dassault halte sich damit nicht an bestehende Absprachen.
Frankreich und Deutschland hatten sich auf politischer Ebene bis zuletzt um eine Fortsetzung des Vorhabens eingesetzt. Ende März setzten beide Länder ein deutsch-französisches Vermittlerteam ein, um einen Kompromiss zu finden.
Ein Bündni
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