Jobwechsel: »Es war, als würde mein Körper schreien«
Sie schrieben sich für ein Fach ein, das gut klang, sie nahmen einen Job an wegen des Geldes. Irgendwann kamen Zweifel. Vier Menschen erzählen, wie sie ganz neu anfingen.
Von der Zahlenwelt zur Kreativität: Eine junge Produktmanagerin erlebt einen Burn-out, entscheidet sich für die Schmuckherstellung und gründet erfolgreich ihr eigenes Studio. Ein Biomediziner findet nach einer schwierigen Zeit in der Forschung seine Erfüllung auf einem Bauernhof und lernt biodynamische Landwirtschaft. Ein Germanist entflieht der PR-Agentur, entdeckt seine Leidenschaft für Literatur und wird Lehrer. Die Geschichten zeigen, wie wichtig es ist, den eigenen Weg zu finden und sich nicht von gesellschaftlichen Erwartungen leiten zu lassen. Jeder dieser Menschen hat mutig einen neuen Pfad eingeschlagen, um letztendlich mehr Erfüllung und Zufriedenheit im Leben zu finden.
»Ich hatte schon während meines BWL-Studiums in Köln das Gefühl, ich brauche etwas Kreatives, um in dieser Zahlenwelt zu funktionieren. Nach meinen Vorlesungen in Mikroökonomie und Statistik habe ich Perlenketten gebastelt, Portemonnaies genäht oder abstrakte Landschaften gemalt.
Dann hatte ich meinen Bachelor und habe als Produktmanagerin in einem Berliner Start-up angefangen, das Sexspielzeuge für Frauen herstellt. Dort war es normal, mehr als 50 Stunden die Woche am Schreibtisch zu sitzen, häufig bis 22 oder 23 Uhr. Was nichts mit Arbeit zu tun hatte, blieb liegen: die Treffen mit meinen Freund:innen, die Abende mit meinem Partner. Das Basteln, Nähen und Malen.
📌 Kaynak
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