Diese Ziele verfolgt Chinas Xi mit seinem Besuch in Nordkorea
Xi Jinpings Besuch in Nordkorea hat vor allem zwei Adressaten: zum einen Moskau, dessen Einfluss auf Nordkorea in Peking für Argwohn sorgt. Und zum anderen Washington - etwa mit Blick auf Taiwan. Von Marie von Mallinckrodt. [ mehr ]
Xi Jinpings Besuch in Nordkorea hat vor allem zwei Adressaten: zum einen Moskau, dessen Einfluss auf Nordkorea in Peking für Argwohn sorgt. Und zum anderen Washington - etwa mit Blick auf Taiwan.
Chinas Xi Jinping neben Nordkoreas Kim Jong Un - die zwei gleichgroßen Porträts hängen derzeit über dem monumentalen Paradeplatz in Pjöngjang, der Hauptstadt des abgeschotteten Nordkorea.
2024 hing genau dort neben dem Bild des nordkoreanischen Diktators das Portrait von Kremlchef Wladimir Putin, der nach einer langen Pause von 24 Jahren wieder zu einem Staatsbesuch gekommen war. Beide beschworen in Zeiten des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine eine engere Zusammenarbeit und unterschrieben einen Freundschaftsvertrag.
Peking und Pjöngjang schlossen ein großes Abkommen schon vor 65 Jahren - und genau das wird in diesen Tagen gefeiert. Der Pakt ist Chinas einziger bilateraler Verteidigungsvertrag.
Chinas Staatschef Xi wurde in Nordkorea mit einer großen Willkommenszeremonie empfangen.
Die russische Annäherung an den gemeinsamen Nachbarn Nordkorea betrachtet Peking trotz aller Verbundenheit mit Moskau mit Argusaugen. Asienexpertin Bonnie Glaser vom US-Thinktank German Marshall Fund meint: "In den vergangenen zwei Jahren hat sich Pjöngjang Moskau angenähert, was nicht im langfristigen Interesse Chinas liegt. Peking ist bestrebt, sicherzustellen, dass es weiterhin Einfluss auf Nordkorea ausüben kann."
So sprach Xi in den Staatsmedien schon vor seiner Ankunft in Nordkorea von einer unzerbrechlichen und beständigen Freundschaft, unabhängig davon, wie sich die internationale Lage wandele. Auch nach seinem Gespräch mit Kim wurde das besondere Gefühl der Nähe betont. Ihre dominierende Stellung bei dem Langzeitverbündeten will die chinesische Staats- und Parteiführung aus mehreren Gründen bewahren.
Ein Grund ist wohl, dass China das Land als Pufferzone sieht. Die Beziehungen Chinas zu Japan haben sich verschlechtert. Neben dem Streit um Inseln im Ostchinesischen Meer ist die Liste der Streitpunkte zwischen China und Japan lang. Vor dem Hintergrund einer sich deutlich vertiefenden Allianz USA-Südkorea-Japan will Xi Jinping offenbar sichergehen, dass in Nordkorea niemand größeren Einfluss hat als China.
Ein weiterer Grund ist, dass China Stabilität in seiner Nachbarschaft wahren will. In Russlands Krieg gegen die Ukraine unterstützt Nordkorea Putin mit Soldaten und Munition. Im Gegenzug erhält Nordkorea von Russland moderne Waffentechnik und Öl.
Sollte Russland Nordkorea auch Fähigkeiten zur Verfügung stellen, die die atomare Bedrohung für Japan und die Vere
📌 Kaynak
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