Deutsche Städte laut Umwelthilfe schlecht auf Hitze vorbereitet

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Deutsche Städte laut Umwelthilfe schlecht auf Hitze vorbereitet

Der Klimawandel macht Hitzewellen häufiger und intensiver. Besonders betroffen sind Städte. Viele sind nicht gut darauf vorbereitet, kritisiert die Deutsche Umwelthilfe - und fordert mehr Bäume und weniger Beton.[ mehr ]

Der Klimawandel macht Hitzewellen häufiger und intensiver. Besonders betroffen sind Städte. Viele sind nicht gut darauf vorbereitet, kritisiert die Deutsche Umwelthilfe - und fordert mehr Bäume und weniger Beton.

Deutsche Städte sind nach Darstellung der Deutschen Umwelthilfe durch Versiegelung und den Verlust von Bäumen schlecht vor extremer Hitze geschützt. In ihrem jährlichen "Hitze-Check" stellt die Umwelthilfe fest, dass mehr als 900.000 Bäume in den vergangenen sieben Jahren aus den untersuchten 195 Städten verschwunden seien.

Erstmals sei auch die sogenannte Baumbeschirmung, also der Schatten durch Pflanzen, die mehr als zweieinhalb Meter hoch sind, untersucht worden, teilte die Umwelthilfe weiter mit. Der wissenschaftlich empfohlene Richtwert sei dabei eine Beschirmung von mindestens 30 Prozent. Dies hätten nur sieben Städte erreicht. In allen untersuchten Städten wurden laut Umwelthilfe zudem neue Flächen versiegelt. Besonders schlecht hätten Offenburg, Lahr und Mannheim abgeschnitten. Positiv erwähnt wurden Kiel und Wuppertal.

Die Erderwärmung hat laut einer Schätzung zu rund 16.500 zusätzlichen Hitzetoten in europäischen Städten geführt. mehr

Umwelthilfe-Geschäftsführerin Barbara Metz warf Bauministerin Verena Hubertz vor, mit ihrer Politik die Flächenversiegelung "massiv" voranzutreiben. "Bäume sind unsere grüne Lunge", sagte Metz. Sie forderte verbindliche Vorgaben für Entsiegelung, mehr Stadtgrün und damit mehr Schatten.

Als Hitzeschutzmaßnahme schlägt die Umwelthilfe die Umsetzung der "3-30-300 Regel" vor: Jeder solle von zu Hause aus mindestens drei Bäume sehen können, das Umfeld eine 30-prozentige Baumbeschirmung haben und die nächste Grünfläche maximal 300 Meter entfernt sein.

Der Verband führt seit 2024 jährlich einen "Hitze-Check" durch. Anhand unterschiedlicher Indikatoren soll dadurch die Hitzebetroffenheit untersuchter Städte eingeschätzt werden können.

Dieses Thema im Programm: RBB24 Inforadio | Nachrichten | 09.06.2026 | 14:04 Uhr

📌 Kaynak

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