Braunkohleabbau: Hambacher Forst soll zur Wildnis werden
Lange rangen der Energiekonzern RWE, Politiker und Umweltaktivisten um den Hambacher Forst. In Zukunft soll der Wald unter Naturschutz stehen.
Der Hambacher Forst wird bis spätestens 2035 in öffentliches Eigentum überführt und unter Naturschutz gestellt, während der Energiekonzern RWE den Wald vorher nicht mehr forstwirtschaftlich nutzen wird. Der Wald soll einer natürlichen Entwicklung überlassen und zum Wildnisentwicklungsgebiet werden, nachdem er für die Braunkohlegewinnung gerodet werden sollte. Der Hambacher Forst wurde durch das Motto "Hambi bleibt" zum Symbol der Energiewende-Debatte, nachdem Umweltschützer und Aktivisten seit 2012 Baumhäuser im Wald errichtet hatten, um die Rodung zu verhindern. Nach einer politischen Einigung Anfang 2020 zwischen Bund, Ländern und Energiekonzernen wird der Wald gerettet und mit Korridoren zu benachbarten Waldstücken vernetzt, um Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen. Die Maßnahmen sind Teil der Koalitionsvereinbarung zwischen CDU und Grünen in Nordrhein-Westfalen.
Der Hambacher Forst soll in öffentliches Eigentum übertragen und unter Naturschutz gestellt werden. Wie das nordrhein-westfälische Umweltministerium mitteilte, soll das spätestens 2035 passieren. Schon zuvor werde der Energiekonzern RWE den Wald nicht mehr forstwirtschaftlich nutzen. Dieser werde »einer ungestörten, natürlichen Entwicklung überlassen« und so zum »Wildnisentwicklungsgebiet«.
RWE betreibt den Tagebau Hambach, der an den Wald heranreicht. Der Wald sollte für die Braunkohlegewinnung gerodet werden.
Unter dem Motto »Hambi bleibt« war der Hambacher Forst bundesweit zum Symbol für die Debatte um die Energiewende geworden. Seit 2012 hatten Umweltschützer und Aktivisten im Hambacher Forst Baumhäuser gebaut. Ihr Ziel war es, die Rodung des Waldes und die Ausweitung des Tagebaus zu verhindern.
2018 hatte die Polizei die Baumhäuser mit Verweis auf den Brandschutz geräumt. Der Einsatz war einer der größten in der Geschichte des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Wenig später verfügte das Oberverwaltungsgericht Münster im Herbst 2018 einen vorläufigen Rodungsstopp.
Die Rettung des Waldes wurde zwei Jahre später sicher. Anfang 2020 erfolgte eine politische Einigung. Bund, Länder und Energiekonzerne einigten sich darauf, dass der Hambacher Forst erhalten bleiben soll.
Die neuen Pläne sehen die Schaffung von Korridoren zwischen dem Hambacher Wald und den in der Nähe gelegenen Waldstücken Merzenicher Erbwald und Steinheide vor. So sollen die Lebensräume für Tiere und Pflanzen vernetzt werden.
Die Schaffung einer sogenannten »Waldvernetzung« im südlichen Teil des Tagebaus Hambach und der dauerhafte Erhalt des Hambacher Forstes sind Teil der Koalitionsvereinbarung für Nordrhein-We
📌 Kaynak
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