FCAS-Projekt: Wieso doch kein deutsch-französischer Kampfjet gebaut wird
Der geplante Kampfjet von Deutschland und Frankreich wird nicht gebaut. Wieso ist das FCAS-Projekt gescheitert? Und: Stromausfall in Reutlingen – Brandstiftungsverdacht
Das milliardenschwere Rüstungsprojekt FCAS ist gescheitert, da Airbus und Dassault sich nicht einigen konnten. Nach einem Brand in einem Umspannwerk in Reutlingen sind 40.000 Menschen betroffen. Es besteht der Verdacht auf Brandstiftung. Politisch motivierte Straftaten nehmen zu, vor allem von rechts. Stuttgart 21 verzögert sich weiter. In Erfurt leben die glücklichsten Großstädter.
Das milliardenschwere Rüstungsprojekt eines deutsch-französischen Kampfjets, FCAS, ist nach jahrelangen Vorbereitungen gescheitert. Neun Jahre nach der Ankündigung und nach langen Streitigkeiten haben Deutschland und Frankreich am Montag das Ende des FCAS-Projekts verkündet. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seien »zu der geteilten Einschätzung gelangt, dass die Unternehmen beim Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeuges nicht zusammenfinden«, hieß es aus deutschen Regierungskreisen. Die beiden involvierten Unternehmen Airbus aus Deutschland und Dassault aus Frankreich konnten sich nicht einigen, wer von ihnen die Führung des Projekts übernimmt. FCAS steht für Future Combat Air System, zu diesem Luftkampfsystem der Zukunft sollten bisherigen Planungen zufolge neben einem gemeinsamen Kampfjet auch Drohnen und neue Kommunikationssysteme gehören. Wie es jetzt weitergehen könnte, schätzt der sicherheitspolitische Korrespondent der ZEIT, Hauke Friederichs, ein.
Nach dem Feuer in einem Umspannwerk in Reutlingen werden alle Haushalte wieder mit Strom versorgt. Nach Angaben von Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel (CDU) waren rund 7.600 Gebäude und etwa 40.000 Menschen von dem Stromausfall betroffen. Dem Betreiber zufolge waren infolge eines Brandes die Umspannwerke Reutlingen Mitte und West um 1.45 Uhr in der Nacht auf Montag ausgefallen. Derzeit besteht der Verdacht der vorsätzlichen Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe, nach Einschätzungen des Bundesinnenministeriums ist das Feuer durch einen Brandanschlag ausgelöst worden. Der Vorfall erinnert an die zwei mutmaßlich linksextremistischen Brandanschläge auf die Stromversorgung in Berlin, aber zu den Hintergründen der Tat in Reutlingen ist bisher nichts bekannt. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) zufolge lässt sich kritische Infrastruktur wie Umspannwerke nur bis zu einem gewissen Maß schützen.
2025 wurden fast 86.000 politisch motivierte Straftaten verzeichnet – 85.837 davon von rechts. Bei der Vorstellung der jährlichen Statistik des Innenministeriums und des Bundeskriminalamts (BKA) zu politisch motivierten Delikten sagte Bundesinnenminister Al
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