Alexander Zverev: Zverev soll Interview nach Fragen zu Gewaltvorwürfen abgebrochen haben
Zwei Ex-Partnerinnen hatten dem French-Open-Gewinner Gewalt vorgeworfen. In einem Interview zu seinem Sieg kommt das zur Sprache – offenbar zum Missfallen Zverevs.
Alexander Zverev bricht Interview ab, als Gewaltvorwürfe zur Sprache kommen. Trotzdem betont er, dass die Anschuldigungen falsch seien. Die französische Sportzeitung L'Équipe berichtet, dass Zverevs Agent einschritt, als es um die Berichterstattung der Medien ging. Zverev kommentierte, dass die Titelseite nicht seine Entscheidung sei. Sein Management äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall. Zverev gewann das Finale der French Open, während alte Vorwürfe gegen ihn im Raum stehen.
French-Open-Gewinner Alexander Zverev soll ein Interview mit der französischen Sportzeitung L'Équipeabgebrochen haben, nachdem dort Gewaltvorwürfe gegen ihn zur Sprache gekommen waren. Der Zeitung zufolge unterbrach Zverev den Fragesteller, nachdem dieser darauf verwiesen hatte, dass unter den bei den French Open akkreditierten Journalisten über diese Vorwürfe diskutiert worden sei.
Zverev sagte demnach: »Stopp mal, das ist nicht diese Art von Interview. Außerdem: Sie wissen doch, dass diese Anschuldigungen falsch waren?« Der Fragesteller verwies laut L'Équipe anschließend darauf, dass er nicht direkt über die Vorwürfe sprechen wolle – und leitete dann zur eigentlichen Frage über: »Halten Sie es für unfair, dass die Medien weiter über die Vorwürfe berichten?«
An dieser Stelle soll Zverevs Agent interveniert haben. Dass L'Équipe erstmals seit Jahren nicht ihre ganze Titelseite dem French-Open-Sieger widmete, soll Zverev dann mit den Worten »Das ist nicht meine Entscheidung« kommentiert haben. Auf eine Anschlussfrage zu seinem Programm in den nächsten Wochen wollte er laut der Zeitung dann nicht mehr antworten. Das Management des Tennisprofis reagierte auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur dpa zunächst nicht.
Eine frühere Partnerin hatte Zverev im Jahr 2023 Körperverletzung vorgeworfen. Ein Prozess in Berlin wurde im Juli 2024 gegen eine Geldauflage von 200.000 Euro ohne Urteil eingestellt. Dem war eine außergerichtliche Einigung der beiden Seiten vorausgegangen. Mit der Zustimmung zur Zahlung einer Geldauflage ist kein Schuldeingeständnis verbunden. Zverev gilt weiterhin als unschuldig.
Eine weitere ehemalige Freundin hatte ihm 2020 häusliche Gewalt vorgeworfen. Zverev wies die Vorwürfe zurück. Zu einem Gerichtsverfahren kam es in diesem Fall nicht.
Der Hamburger Tennisprofi hatte am Sonntag das Finale der French Open gegen den Italiener Flavio Cobolli gewonnen und damit den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere geholt.
📌 Kaynak
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