Großbritannien und Nordirland: Krawalle nach Messerattacke in Belfast befürchtet

📰 Gündem 📰 Spiegel 🕐 3 saat önce
Großbritannien und Nordirland: Krawalle nach Messerattacke in Belfast befürchtet

Nach einer brutalen Messerattacke in Belfast ermittelt die Polizei wegen versuchter Tötung. Politiker warnen, die Tat politisch zu instrumentalisieren. Sie fürchten die Eskalation in den sozialen Netzwerken und auf der Straße.

Ein Polizeibeamter am Tatort des Messerangriffs in Belfast, Nordirland, am 9. Juni 2026

Ein brutaler Angriff auf offener Straße hat Nordirlands Hauptstadt erschüttert. Ein Mann ist dabei schwer verletzt worden, ein Verdächtiger wurde festgenommen. Politiker und Sicherheitsbehörden warnen nun vor einer Eskalation im Netz sowie vor möglichen rassistisch motivierten Unruhen.

Nach Angaben der nordirischen Polizei wurde ein Mann im Alter zwischen 40 und 50 Jahren am Montagabend schwer verletzt. Die Ermittler nahmen einen Tatverdächtigen fest und ermitteln wegen versuchter Tötung.

Das Opfer erlitt schwere Verletzungen im Gesicht, an den Augen sowie am Rücken und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der mutmaßliche Angreifer ist zwischen 30 und 40 Jahre alt. Laut Medienberichten stammt er aus dem Sudan.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Fall durch ein Video, das sich in den sozialen Netzwerken verbreitete. Darauf soll zu sehen sein, wie ein Mann mit einem Messer auf einer Straße auf sein Opfer einwirkt. Erst nach einiger Zeit greifen mehrere Passanten ein und versuchen, die beiden zu trennen.

Die Polizei appellierte eindringlich, die Aufnahmen nicht weiterzuverbreiten. Nordirlands Polizeichef Jon Boutcher warnte zudem davor, sich von Beiträgen in den sozialen Medien beeinflussen oder aufstacheln zu lassen. Nach bisherigem Stand gebe es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund der Tat.

Der Fall sorgt auch deshalb für Unruhe, weil rechte Aktivisten ihn bereits aufgreifen. So hat der bekannte britische Rechtsextremist Tommy Robinson aufgerufen, im ganzen Land zu protestieren. Sicherheitsbehörden und Politiker befürchten, dass der Angriff als Vorwand für eine rassistische Mobilisierung genutzt werden könnte.

Premierminister Keir Starmer verurteilte die Tat scharf. Der Angriff sei »widerwärtig« , äußerte er sich auf der Plattform X. Gewalt dieser Art habe auf den Straßen des Landes keinen Platz. Ähnlich äußerten sich Politiker aus Nordirland, die zugleich vor möglichen Ausschreitungen warnten.

Die Nervosität hängt auch mit den Erfahrungen der vergangenen Jahre zusammen. Im Sommer 2024 ist Großbritannien von teils schweren, rassistisch motivierten Ausschreitungen erschüttert worden.

Erst vor wenigen Tagen kam es zudem in Southampton zu gewaltsamen Szenen am Rande einer Demonstration. Auslöser waren veröffentlichte Bodycam-Aufnahmen eines umstrittenen Polizeieinsatzes nach einer tödlichen Messerattacke.

Die Bilder hatten landesweit für Empörung gesorgt und eine Debatte über Polizeiversagen und gesellschaftliche Spannungen entfacht. Vor diesem Hi

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📌 Kaynak

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