Rätselhafte Beisetzung: 77 Skelette ohne Kopf – und doch kein Steinzeit-Massaker
In einer 7000 Jahre alten Siedlung in der Slowakei fehlen fast allen Toten die Schädel. Neue Analysen deuten nicht auf Gewalt, sondern auf gezielte Rituale hin
Archäologen haben in der Slowakei eine 7000 Jahre alte Siedlung mit einer ungewöhnlichen Bestattung entdeckt. Bei Ausgrabungen fanden sie 77 Skelette, denen fast ausnahmslos die Schädel fehlten. Erste Untersuchungen deuteten auf ein Massaker hin, doch neuere Analysen widersprechen dieser Annahme. Stattdessen legen die Funde nahe, dass die Schädel gezielt und rituell entfernt wurden. Diese Praxis könnte mit den Glaubensvorstellungen der damaligen Gemeinschaft zusammenhängen und diente möglicherweise dazu, die Verstorbenen auf eine besondere Weise zu ehren oder zu transformieren. Die genaue Bedeutung dieser Bestattungsform bleibt jedoch weiterhin Gegenstand der Forschung.
Diese Entdeckung wirft ein neues Licht auf die komplexen Bestattungsrituale und Glaubenssysteme prähistorischer Gesellschaften in Europa.
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