Statistisches Bundesamt: Knapp drei Viertel neuer Wohngebäude werden mit Wärmepumpen beheizt
Das Heizgesetz von Schwarz-Rot ermöglicht wieder mehr Einsatz von Gas- und Ölheizungen. Doch 2025 wurden in den meisten neu errichteten Wohngebäuden Wärmepumpen verbaut.
Im vergangenen Jahr wurden die meisten neuen Wohngebäude mit Wärmepumpen beheizt, so das Statistische Bundesamt. Der Anteil stieg innerhalb eines Jahres um fast fünf Prozentpunkte und innerhalb von fünf Jahren um fast 30 Prozentpunkte. Besonders in Ein- und Zweifamilienhäusern werden Wärmepumpen eingesetzt, während in Neubauten mit drei oder mehr Wohnungen der Anteil niedriger ist. Die Debatte um das Heizungsgesetz der Ampelkoalition führte zur Lockerung der Klimavorgaben, vor allem im Austausch von Heizungen in bestehenden Gebäuden. Gas und Öl dominieren weiterhin den Bestand, während erneuerbare Energien langsam an Bedeutung gewinnen. Das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 erfordert jedoch ein deutliches Zurückfahren fossiler Energien im Gebäudesektor.
Die meisten im vergangenen Jahr neu errichteten Wohngebäude werden mithilfe von Wärmepumpen beheizt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden in 73,6 Prozent der rund 58.900 fertiggestellten Wohngebäude Wärmepumpen eingesetzt. Dieser Anteil ist damit innerhalb eines Jahres um fast fünf Prozentpunkte und innerhalb von fünf Jahren um fast 30 Prozentpunkte gestiegen. 2015 waren noch in weniger als jedem dritten neu errichteten Gebäude Wärmepumpen eingesetzt worden.
Wärmepumpen kommen den Angaben zufolge vor allem in Ein- und Zweifamilienhäusern zum Einsatz. Dort lag die Quote der neuen Gebäude mit Wärmepumpen 2025 bei fast 80 Prozent. In Neubauten mit drei oder mehr Wohnungen liegt der Wärmepumpenanteil hingegen nur bei knapp 53 Prozent.
Wärmepumpen standen in den vergangenen Jahren im Zentrum der Debatte über das sogenannte Heizungsgesetz der Ampelkoalition, das eine Mindestquote für den Einsatz erneuerbarer Energien bei neuen Heizungen vorsah. Die Union hatte im Wahlkampf versprochen, die Regel wieder abzuschaffen und dies im Mai zusammen mit der SPD umgesetzt. Im neuen Heizungsgesetz sind die Klimavorgaben deutlich gelockert. Dabei geht es allerdings vorrangig um den Austausch von Heizungen in bereits bestehenden Gebäuden.
Knapp vier von fünf der Neubauten im vergangenen Jahr (78,2 Prozent) werden vorwiegend mit erneuerbarer Energie beheizt. 2015 waren es noch 38 Prozent gewesen. Bei den fast fünf Prozent der neuen Gebäude mit erneuerbaren Heizquellen ohne Wärmepumpe werden etwa Holz, Solarthermie, Biogas und Biomethan eingesetzt.
Herkömmliche Gasheizungen sind 2025 hingegen nur noch in jedem zehnten Neubau eingesetzt worden. Fünf Jahre zuvor hatte dieser Anteil noch bei fast 40 Prozent gelegen, 2015 bei 51,5 Prozent. Fernwärme war bei Neubauten im vergangenen Jahr mit einem Anteil von gut a
📌 Kaynak
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