Ukraine-Krieg - Landen Waffen und Munition auf dem Schwarzmarkt?
Immer wieder tauchen bei Razzien im Drogenmilieu auch Kriegswaffen auf. Wie Recherchen von Report Mainz zeigen, stammen viele möglicherweise aus der Ukraine. Ignorieren die EU-Staaten das Problem? [ mehr ]
Immer wieder tauchen bei Razzien im Drogenmilieu auch Kriegswaffen auf. Wie Recherchen von Report Mainz zeigen, stammen viele möglicherweise aus der Ukraine. Ignorieren die EU-Staaten das Problem?
Anfang März durchkämmen Beamte der spanischen Nationalpolizei ein Waldgebiet nahe Marbella auf der Suche nach einem Kokainversteck. Dabei kommt es zu einer Verfolgungsjagd. Die als Polizisten getarnten Drogenhändler schießen mit Maschinenpistolen auf die Beamten. In den Fahrzeugen der Schützen werden Kriegswaffen wie eine AK-47 sichergestellt. So steht es später in der Pressemitteilung der Policia Nacional.
Und dies ist offenbar kein Einzelfall: Fast wöchentlich beschlagnahme man bei Razzien neben Kokain auch moderne Kriegswaffen und Munition, erzählen spanische Ermittler Reportern des ARD-Politikmagazins Report Mainz. Für die Polizisten sei das ein immer größer werdendes Problem: "Als normale Polizei können wir uns gegen diese Art von Kriegswaffen nicht wehren, wir haben nur einfache Handfeuerwaffen", sagt Polizist Óscar Sánchez.
Report Mainz trifft den Waffenexperten der Policia Nacional an einem beliebten Touristenstrand nahe Cádiz. Dort fänden regelmäßig Einsätze gegen bewaffnete Drogenkuriere statt, die mit Schnellbooten Kokain nach Andalusien brächten - und dabei nach und nach aufrüsteten: Sánchez zeigt eine sichergestellte Patrone, NATO-Standard-Munition des Typs 5,56 mm. "Die Drogenbanden nutzen diesen Typ von Munition. Sie kommt aus Osteuropa, aus dem Krieg in der Ukraine", vermutet Sanchez.
Ein weiterer Ermittler hat den selben Verdacht: Agustín David Domínguez, Gewerkschaftsvertreter bei der Guardia Civil, ist überzeugt: "Die Waffen können wir meistens nicht zuordnen, aber die Munition lässt sich leichter zurückverfolgen, und die stammt oft aus dem Krieg in der Ukraine." Unabhängig überprüfen lassen sich diese Aussagen nicht.
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Die Funde werfen eine brisante Frage auf: Landen Waffen und Munition aus den ukrainischen Kampfgebieten auf dem europäischen Schwarzmarkt? Nicht nur in Spanien, europaweit werden bei Polizei-Razzien regelmäßig große Waffenlager sichergestellt, darunter auch Kriegswaffen.
Für Report Mainz hat der Munitions- und Sprengstofftechniker Marco Pohlers Aufnahmen solcher Einsätze ausgewertet. Pohlers ist ehemaliger Soldat des "Kommando Spezialkräfte" der Bundeswehr. Auf Pressefotos einer Razzia in Ungarn aus dem Juli 2022 identifiziert er ein modernes, modifiziertes russisches Sturmgewehr, Typ AK-47. "Die Waffe ist definitiv für
📌 Kaynak
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