Warum Apple die Einführung von Siri AI in der EU verschiebt
Der KI-Assistent Siri AI auf iPhones sorgt für Streit zwischen Apple und der EU-Kommission. Während die Kommission von nicht erfüllten Anforderungen spricht, macht der Konzern Sicherheitsbedenken geltend.[ mehr ]
Der KI-Assistent Siri AI auf iPhones sorgt für Streit zwischen Apple und der EU-Kommission. Während die Kommission von nicht erfüllten Anforderungen spricht, macht der Konzern Sicherheitsbedenken geltend.
Nach den Plänen von Apple soll der neue mit Künstlicher Intelligenz gesteuerte Sprachassistent Siri AI fest in den Alltag von Nutzern eingebettet sein. Er soll E-Mails oder Textnachrichten kennen, Unterhaltungen verstehen und auch Kontakte richtig zuordnen können. Das Ziel von des kalifornischen Konzerns: Siri AI soll nicht mehr bloß ein Sprachassistent sein, sondern andere KI-Dienste übertreffen.
iPhone-Nutzer in der EU werden das allerdings erstmal nicht testen können. Denn der US-Konzern verschiebt die Einführung seines neuen KI-Assistenten Siri AI in der Europäischen Union. Zwischen dem US-Konzern und der Europäischen Kommission ist erneut ein Streit über die Digitalregeln der EU entbrannt.
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Konkret geht es um die Einführung von Siri AI auf iPhones und iPads. Das EU-Gesetz für digitale Märkte (Digital Markets Act, DMA) sieht vor, dass Apple sein Betriebssystem für andere Anbieter öffnen muss. Das Gesetz schreibt unter anderem vor, dass als "Gatekeeper" eingestufte Unternehmen - also solche mit besonderer Marktmacht - Konkurrenten den gleichen Zugang zu ihren Plattformen bieten müssen wie ihren eigenen Diensten.
Das EU-Gesetz, dass Ende des Jahres 2021 in Kraft getreten ist, soll die Marktmacht großer Technologiekonzerne einschränken und für mehr Wettbewerb sorgen. Es verpflichtet "Gatekeeper" unter anderen, Endnutzern die Möglichkeit zu geben, zwischen verschiedenen Softwareanwendungen und Diensten, zu wechseln und diese zu abonnieren. Außerdem muss es technisch möglich sein, Drittanbietersoftware auf einfache Weise zu installieren. Bei Verstößen gegen den DMA drohen Strafen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.
Die Folge des Gesetzes: Siri AI darf nicht der einzige KI-Assistent sein, der auf iPhones läuft. Die Vorgabe läuft Apples Geschäftsmodell zuwider, das auf enge Verbindungen zwischen allen Apple-Geräten und digitalen Diensten des Konzerns setzt. Bei Mac-Computern und der Computer-Brille Vision Pro ist die Einstufung der EU eine andere: Hier wird Apple nicht als Gatekeeper betrachtet. Deshalb wird der Konzern auf diesen Geräten Siri AI auch für europäische Nutzer zur Verfügung stellen.
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📌 Kaynak
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