Hitzeaktionstag: Deutschland ist laut Experten nicht auf Extremhitze vorbereitet

📰 Gündem 📰 Zeit Online 🕐 8 saat önce
Hitzeaktionstag: Deutschland ist laut Experten nicht auf Extremhitze vorbereitet

150 Organisationen warnen für den Fall eines sogenannten Hitzedoms vor zehntausenden möglichen Toten innerhalb weniger Tage. Sie fordern, den Hitzeschutz zu stärken.

Experten warnen: Deutschland nicht ausreichend auf Extremhitze vorbereitet. Mehr als 150 Institutionen fordern Integration des Hitzeschutzes in Krisenvorsorge. Hitzedom-Szenario könnte zu Tausenden Todesfällen führen. Präsident der Bundesärztekammer warnt vor gesundheitlichen Risiken. Maßnahmen wie Hitzewarnungen und stadtplanerische Anpassungen notwendig.

Deutschland ist nach der Einschätzung von Experten auf Extremhitze als Krisenlage bisher nicht ausreichend vorbereitet. In einer gemeinsamen Erklärung fordern mehr als 150 Institutionen eine Integration des Hitzeschutzes in Krisenvorsorge, Gesundheitsversorgung und Katastrophenschutz.

Dem Bündnis zufolge sind in Deutschland in einem Szenario extremer Hitze – einem sogenannten Hitzedom – Zehntausende Todesfälle innerhalb weniger Tage möglich. »Auf so ein Szenario ist Deutschland nicht vorbereitet«, teilten sie mit.

Anlass für die Erklärung ist ein Hitzeaktionstag an diesem Donnerstag. Dieser findet bundesweit bereits zum vierten Mal statt. Ein sogenannter Hitzedom entsteht, wenn eine besonders stark ausgeprägte Hochdruckzone in der Atmosphäre eine Kuppel bildet und diese Hitze über einem Gebiet einschließt.

Den Angaben nach steigen Häufigkeit, Dauer und Intensität von Hitzeperioden mit zunehmender globaler Erwärmung an. Das habe auch die Hitzewelle Ende Mai gezeigt. Stabile Hochdrucklagen in Verbindung mit sehr hohen Temperaturen und ohne nächtliche Abkühlung seien besonders gefährlich. Sie können zu einer drastischen Zunahme hitzebedingter Todesfälle führen.

Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, warnte vor Hitze als einer der größten gesundheitlichen Risiken. Längere und intensivere Hitzeperioden belasten laut dem Präsidenten besonders ältere, kranke und pflegebedürftige Menschen. Zugleich würden sie das Gesundheitswesen vor große Herausforderungen stellen. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen müssten auch unter Extrembedingungen leistungsfähig bleiben.

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Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser in Deutschland seien für den Klimawandel und große Hitzewellen nicht gewappnet, kritisieren Krankenkassen, Sozialverbände und Patientenschützer. Es brauche baurechtlich festgeschriebene Schutzvorkehrungen und verbindliche Investitionen in Gebäudesanierung, Hitzeschutz und Klimaanlagen.

Im Fall von Hitzewellen ist aus Expertensicht die Information über gesundheitsförderliches Verhalten besonders wichtig. Dazu zählen Hitzewarnungen, etwa über App, Internet und Medien. Das Personal in Kindergärten, Altenh

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