Ausschreitungen in Belfast: Politiker warnen vor Hass und Spaltung

📰 Gündem 📰 Tagesschau 🕐 7 saat önce
Ausschreitungen in Belfast: Politiker warnen vor Hass und Spaltung

Brennende Autos und Mülleimer: Nach einem Messerangriff in Belfast gab es heftige Ausschreitungen gegen Einwanderung. Anwohner sind erschüttert. Politiker schlagen Alarm und warnen davor, die Tat zu instrumentalisieren. Von Franziska Hoppen. [ mehr ]

Brennende Autos und Mülleimer: Nach einem Messerangriff in Belfast gab es heftige Ausschreitungen gegen Einwanderung. Anwohner sind erschüttert. Politiker schlagen Alarm und warnen davor, die Tat zu instrumentalisieren.

Rauchsäulen stiegen über Belfast auf. Vermummte hatten einen Bus angezündet, der ausbrannte, sowie mehrere Autos und Mülleimer. Später am Abend brannten mehrere Wohnhäuser. Zahlreiche Geschäfte hatten schon am Nachmittag geschlossen. Wer konnte, verließ das Haus nicht mehr.

Doch diese ältere Anwohnerin, Helen Williamson, musste vor den Flammen fliehen, wie sie einem Sky-News-Reporter erzählte: "Ich bin ein Nervenbündel. Ich lebe seit 28 Jahren hier, so etwas habe ich noch nicht erlebt."

"Ausländer raus", soll ein Mob gerufen haben, berichtet eine BBC-Reporterin. Die Vermummten hätten Haustüren und Fenster eingeschlagen.

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Die nordirische Polizei sprach von mehreren Gewaltherden in Belfast - bis in die Nacht hinein. Auch in anderen Städten kam es zu Protesten, auch in Großbritannien - etwa von einer kleinen Gruppe vor dem Londoner Parlament und auch in Southampton vor einer Flüchtlingsunterkunft.

Nach dem brutalen Messerangriff in Belfast am Montagabend, bei dem ein Tatverdächtiger aus dem Sudan festgenommen wurde, hatte unter anderem Steven Yaxley Lennon zu den Protesten aufgerufen. Er ist besser bekannt als Tommy Robinson und der bekannteste Rechtsextreme des Landes.

Der Tatverdächtige war als Flüchtling über die Grenze aus Irland nach Nordirland gereist, dort hielt er sich legal auf. Nach dem Brexit hatten sich beide Länder gegen eine harte Grenze entschieden. Zahlreiche Politiker verurteilten die Anstachelung zu den Protesten, auch Gerry Carroll, Abgeordneter im nordirischen Parlament in Stormont von der "People before Profit"-Partei.

"Man muss das als das Handeln von Menschen bezeichnen, die versuchen, Spaltung und Hass zu schüren", so Carroll. Menschen, denen das Leben der Arbeiterklasse in Nord- oder West-Belfast oder sonst irgendjemandem im Norden egal sei. "Wir haben gesehen, wie Nigel Farage, Rupert Lowe, Tommy Robinson und andere versuchen, mit hasserfüllter Rhetorik Spaltung zu schüren", betonte der Abgeordnete.

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Arlene Foster, ehemalige Ministerpräsidentin von Nordirland, nannte die Ausschreitungen nicht nur falsch, sondern kontraproduktiv. "Wenn diese Menschen sich wirklich Sorgen um Einwanderungsfragen machen, lenkt das die Au

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📌 Kaynak

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