Ausschreitungen in Belfast: Alte Muster, neue Feinde
In Nordirland eskaliert nach einer barbarischen Messerattacke rassistische Gewalt. Warum die Lage in der ehemaligen Bürgerkriegsprovinz so explosiv ist.
Belfast brennt erneut: Maskierte Randalierer setzen Gebäude in Flammen und attackieren Zuwanderer. Ein brutaler Messerangriff löst die Gewaltspirale aus. Politiker sind entsetzt, doch die Wurzeln der Eskalation reichen tiefer. Identitätskonflikte, Onlinepropaganda und politische Unehrlichkeit schüren die Spannungen in der nordirischen Hauptstadt. Die Debatte über Migration und Gewalt muss dringend ehrlich geführt werden, um das Pulverfass Belfast zu entschärfen.
Blut auf den Straßen, brennende Gebäude und eine überforderte Polizei in gepanzerten Landrovern – das Pulverfass Belfast ist wieder einmal entzündet, wie schon in der Vergangenheit. In der Nacht auf Mittwoch zündete ein Mob aus maskierten jungen Männern mehrere Häuser an, außerdem einen »Middle East«-Supermarkt sowie einen Bus und mehrere Autos. Während Anwohner der betroffenen Straßen aus ihren Häusern in Mannschaftswagen der Polizei flohen, teils mit Babys in den Armen, schmissen maskierte Randalierer Scheiben von Wohnungen ein, in denen sie Zuwanderer vermuteten. Ein Pfarrer berichtete der BBC, Menschen würden angegriffen, »weil sie schwarz sind«. Claire Hanna, die Chefin der sozialdemokratischen SDLP, sprach von einem »rassistischen Pogrom«.
📌 Kaynak
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