Pharmaindustrie: Pfizer hinterfragt geplante Investitionen in Deutschland

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Pharmaindustrie: Pfizer hinterfragt geplante Investitionen in Deutschland

Nach Eli Lilly und Boehringer Ingelheim überdenkt auch Pfizer seine Investitionen in Deutschland. Ein Treffen mit dem Bundeskanzler im Herbst sagte der Konzernchef ab.

Der US-Pharmakonzern Pfizer erwägt aufgrund der Gesundheitspolitik der Bundesregierung eine Kürzung seiner Investitionen in Deutschland. Die Pläne der Regierung verändern die Marktbedingungen so drastisch, dass Pfizer-Chef Albert Bourla von einer zunehmend schwierigen Situation spricht. Die Bundesregierung äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Pfizer zieht zudem seine Teilnahme an einem Investorentreffen im Herbst zurück und warnt vor der politischen Ausrichtung, die Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit gefährde. Die Kritik der Pharmabranche entzündet sich am GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, das strengere Sparvorgaben und einen Bruch der Pharmastrategie 2023 vorsieht.

Angesichts der Gesundheitspolitik der Bundesregierung erwägt der US-Pharmakonzern Pfizer ​eine Kürzung seiner Investitionen in Deutschland. Die aktuellen Pläne veränderten die Preis- ​und Marktbedingungen derart, dass das Umfeld für nachhaltige, langfristige Investitionen »zunehmend ‌schwierig« ⁠werde, schrieb Pfizer-Chef Albert ​Bourla in einem Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz. Die Bundesregierung äußerte sich zunächst nicht.

Die Gesetzesvorhaben von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) stellten »die ​für solche Entscheidungen erforderliche Planbarkeit in Deutschland infrage«, schrieb Bourla. Als Konsequenz überprüfe der Konzern derzeit ​den Zeitpunkt, den Umfang und die künftige Priorisierung bestimmter geplanter Investitionen in Deutschland. Für weltweit forschende Unternehmen seien verlässliche Rahmenbedingungen ausschlaggebend, die in Deutschland immer weniger gegeben seien.

Zudem zog Pfizer seine Teilnahme an einem Investorentreffen zurück. »Nach reiflicher Überlegung muss ich Ihnen leider mitteilen, dass ich bei dieser Gelegenheit nicht teilnehmen kann«, hieß es in dem Schreiben zu dem im Herbst geplanten Treffen Invest in Germany Summit der Bundesregierung. Es sei ⁠zunehmend schwierig, die derzeitige politische Ausrichtung mit dem ​Anspruch in Einklang zu bringen, Deutschland als weltweit wettbewerbsfähigen Standort für biopharmazeutische Innovationen zu positionieren, warnte Bourla.

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Pfizer beschäftigt in Deutschland mehr als 3.000 Menschen und betreibt einen wichtigen Standort in Freiburg. Vorige Woche hatten schon Eli Lilly und Boehringer Ingelheim angekündigt, unter anderem wegen der Sparpläne der Bundesregierung, ihre Investitionen in deutsche Standorte abzusagen. Der US-Konzern Eli Lilly will demnach eine geplante Investition von 2,3 Milliarden Dollar in Deutschland halbieren. Das

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