Einreiseverbote bei der Fußball-WM: Eine WM nicht für alle

📰 Gündem 📰 Zeit Online 🕐 4 saat önce
Einreiseverbote bei der Fußball-WM: Eine WM nicht für alle

Stundenlange Verhöre, annullierte Visa: Die Einreise in die USA wird für Spieler, Fans und einen Schiedsrichter zum Problem. Die Fifa war darauf wohl nicht vorbereitet.

Die Fußballweltmeisterschaft in den USA beginnt mit Problemen: Einreiseverweigerungen für Schiedsrichter und Spieler aufgrund der strengen Migrationspolitik unter Trump. Schiedsrichter Omar Artan musste trotz gültigem Visum zurückfliegen, nachdem ihm angebliche Verbindungen zu einer Terrororganisation vorgeworfen wurden. Die Fifa schiebt die Verantwortung auf die Regierung des Gastgeberlandes ab, was von Menschenrechtsorganisationen kritisiert wird. Auch Spieler wie Aymen Hussein und Breel Embolo hatten Schwierigkeiten mit der Einreise, während schottische Fans plötzlich ihre Esta-Genehmigung verloren. Die WM in den USA wird von politischen Spannungen und Einreisehürden überschattet.

Noch ist das erste Spiel der Fußballweltmeisterschaft in den USA nicht angepfiffen, und doch ist sie für viele Beteiligte schon vorbei. Dem somalischen Schiedsrichter Omar Artan wurde die Einreise trotz gültigen Visums verweigert, der Schweizer Breel Embolo hatte Probleme, ein Visum zu bekommen, der irakische Stürmer Aymen Hussein wurde über Stunden am Flughafen von Chicago festgehalten und befragt.

Überraschend kommt das nicht – auch wenn Fifa-Chef Gianni Infantino vergangenes Jahr noch behauptete, bei der Einreise in die USA würde alles smooth verlaufen. Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump fahren die USA eine rigorose Migrationspolitik. Geflüchtete kommen kaum noch ins Land, Menschen ohne Papiere werden von der Einwanderungsbehörde ICE brutal festgenommen und verschleppt. Doch auch wer nicht plant, dauerhaft in den USA zu bleiben, muss sich bei der Einreise auf zusätzliche Überprüfungen einstellen – auch unabhängig von der WM.

Bei Schiedsrichter Omar Artan dauerten diese Überprüfungen am Flughafen von Miami zehn Stunden, wie er der New York Times (NYT) erzählte. Dann musste er zurück in die Türkei fliegen. Artan sagte, die Grenzbeamten hätten ihn zur politischen Lage in Somalia befragt, vor allem zur islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab. Angebliche Verbindungen zu einer solchen Miliz – die Artan bestreitet – sollen schlussendlich auch der Grund gewesen sein, wieso ihm die Einreise verweigert wurde.

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Für Artan, der der erste somalische Schiedsrichter bei einer WM gewesen wäre, dürfte das kaum eine Rolle spielen. Er sei einfach »sehr, sehr enttäuscht«, sagte er der NYT. Er sei »einfach nur ein Schiedsrichter«, der versuche, sich mit der WM-Teilnahme den größten Traum seines Lebens zu erfüllen.

Bei der Fifa fühlt man sich für Artans verweigerte Einreise nicht verantwortlich. Wie bei

#war

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