News des Tages: Epstein-Akten, Heidelberg Materials, Ausschreitungen in Belfast
Ein Heidelberger Konzern will umweltschonend bauen, aber scheitert vorerst. Eine verschwundene Deutsche taucht in den Epstein-Akten auf. Und es gab rassistische Ausschreitungen in Belfast. Das ist die Lage am Mittwochabend.
Epstein-Akten – was ist über die verschwundene Deutsche bekannt?
Klimafreundliches Bauen – warum funktioniert das Vorzeigeprojekt eines Heidelberger Konzerns nicht?
Es ist eine unglaubliche Geschichte: Eine junge Frau, damals 22, verabschiedet sich im September 2015 von ihrer Familie in Deutschland. Sie hat einen Koffer dabei. Wo sie hinwill, sagt sie nicht. Seitdem hat ihre Familie nichts mehr von Michele gehört.
Einen Monat später meldet die Familie ihre Tochter bei der Polizei als vermisst. Doch weil Michele damals schon volljährig ist und es keinen Hinweis auf eine Straftat gibt, findet keine große Suchaktion statt.
Und dann taucht ihr Name fast elf Jahre später in den Epstein-Dokumenten auf. Ein Mann, der für den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein Frauen rekrutiert haben soll , schickte einer E-Mail von 2014 zufolge Fotos von ihr an den US-Investor. In einer weiteren E-Mail fragte er nach einem Ticket für eine Michele, »das Mädchen aus Deutschland, das du verpasst hast«. Epstein werde sie »lieben«, versprach der mutmaßliche Rekrutierer. Ob Epstein und Michele sich tatsächlich trafen, geht aus den Dokumenten nicht hervor.
DER SPIEGEL und das ZDF haben gemeinsam zu Micheles Verschwinden recherchiert. Bislang fehlt von ihr ein Lebenszeichen. Aber die Polizei will inzwischen zumindest prüfen lassen, ob nicht doch ein Ermittlungsverfahren aufgenommen werden kann.
Lesen Sie hier die ganze Recherche: Die verschwundene Deutsche aus den Epstein-Akten
Zwei Tage ist es her, dass in der nordirischen Stadt Belfast ein Mann einen anderen mit einem Messer schwer verletzte; der Verdächtige ist ein Asylsuchender aus dem Sudan. Keine 24 Stunden später zogen Maskierte durch die Straßen, standen Autos und Häuser in Flammen. (hier ein Video über die Ausschreitungen)
Rettungskräfte an einem brennenden Bus in Belfast am 9. Juni: Nach einem Messerangriff schlägt Protest in Gewalt um
Heute, am Tag danach, fragen sich alle wieder: Wie konnte es so weit kommen? Dabei gibt es für die Ausschreitungen in Großbritannien schon so etwas wie eine traurige Routine: Rechtsextreme Aktivisten instrumentalisieren eine brutale Gewalttat, an der ein Asylsuchender oder jemand mit nicht britischen Wurzeln beteiligt ist. Rechte prominente Figuren – in diesem Fall Elon Musk – feuern das Ganze aus der Ferne an. Dann brennen wieder Autos.
Und die Politik? Ist überfordert. »Für Nigel Farage und seine Partei ist das wie ein Geschenk: die Wut in Southampton, die Ausschreitungen in Belfast«, schreibt London-Korrespondent Christoph Giesen. »Für Labour ist das riskant. Wer zur Ruhe mahnt, gilt
📌 Kaynak
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