UN-Ermittler im Libanon: Vereinte Nationen schicken Ermittler in den Libanon

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UN-Ermittler im Libanon: Vereinte Nationen schicken Ermittler in den Libanon

Ermittler der UN sollen im Libanon mögliche Völkerrechtsverstöße der Konfliktparteien untersuchen. Es sei das erste Mal, dass ein solches Team entsandt werde.

Die UN entsenden Ermittlerteam in den Libanon, um mögliche Völkerrechtsverstöße zu untersuchen. Der Konflikt zwischen dem Libanon und Israel eskalierte nach dem Irankrieg, bei dem Tausende getötet und vertrieben wurden. Trotz vereinbarter Waffenruhe greift Israel weiterhin Ziele im Libanon an. Israels Präsident Herzog appelliert an die libanesische Bevölkerung, sich vom Einfluss der Hisbollah und des Irans zu befreien und für Frieden einzutreten. Die Zukunft des Libanons solle in Beirut und nicht in Teheran entschieden werden, so Herzog.

Die Vereinten Nationen entsenden ein Ermittlerteam in den Libanon. Dieses solle mögliche Verstöße gegen das Völkerrecht ​durch alle Konfliktparteien untersuchen, teilt der UN-Hochkommissar ⁠für Menschenrechte, Volker Türk, mit. Den Angaben zufolge ist es das erste Mal, dass ein solches Team entsandt wird. Die Entsendung habe man mit der libanesischen Regierung vereinbart.

Der Libanon war Anfang März in den Irankrieg hineingezogen worden. Als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei feuert die vom Iran gestützte Hisbollah seither immer wieder Raketen auf Israel ab. Israel reagierte mit Luftangriffen auf zahlreiche Ziele im Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze. Dadurch wurden bislang mehr als 3.600 Menschen getötet und mehr als eine Million Menschen vertrieben. ​

Trotz einer vereinbarten Waffenruhe greift Israel derzeit immer wieder Ziele im Libanon an. Bei Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Repräsentanten in Washington, D. C. über eine dauerhafte Waffenruhe hat es bisher keinen Durchbruch gegeben. Bei jüngsten Angriffen im Libanon wurden laut lokalen Behörden mindestens zwölf Menschen getötet.

Der israelische Präsident Izchak Herzog hat sich unterdessen mit einer Botschaft in arabischer Sprache an die libanesische Bevölkerung gewandt. Von der Nordgrenze Israels strecke er »die Hand zum Frieden aus, dem libanesischen Präsidenten und dem libanesischen Volk«, sagte Herzog. Der Libanon müsse frei sein vom Einfluss der Hisbollah, des Irans und von Terrororganisationen, forderte er, und als freier und souveräner Staat existieren. »Ich träume davon, nach Beirut zu fahren«, sagte Herzog weiter. Dieser Traum könne Wirklichkeit werden, »aber nur, wenn die Zukunft des Libanons in Beirut und nicht in Teheran bestimmt wird«.

In einer weiteren Botschaft in englischer Sprache sagte der Präsident: »Die Situation ist sehr klar: Wir in Israel wollen Frieden mit dem Libanon.« Das israelische Volk unterstütze dies. Dafür müssten die libanesische Führung und das libanesis

📌 Kaynak

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