DIW befürchtet Rezession in Deutschland
Die Ökonomen des DIW haben ihre Konjukturprognose nach unten korrigiert: Im Frühjahr und Sommer rechnen sie nun mit einer Rezession in Deutschland. Wichtig sei, dass die Mittel des Sondervermögens klug genutzt werden.[ mehr ]
Die Ökonomen des DIW haben ihre Konjukturprognose nach unten korrigiert: Im Frühjahr und Sommer rechnen sie nun mit einer Rezession in Deutschland. Wichtig sei, dass die Mittel des Sondervermögens klug genutzt werden.
Der durch den Iran-Krieg ausgelöste Energiepreisschock führt in Deutschland nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) vorübergehend in eine Rezession. Im Frühjahrs- und kommenden Sommer-Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung leicht schrumpfen, erklärten die Ökonomen zu ihrer aktualisierten Konjunkturprognose. Bei zwei Quartalen in Folge mit sinkendem Bruttoinlandsprodukt sprechen Fachleute von einer technischen Rezession.
Zum Jahresende werde sich die Wirtschaft - auch dank des Finanzpakets der Bundesregierung - stabilisieren, so das DIW. "Dass die Wirtschaft in diesem Jahr überhaupt noch wächst, ist allein der öffentlichen Hand zu verdanken", sagte DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik.
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Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das DIW nur noch mit 0,5 Prozent Wachstum und für nächstes Jahr mit plus 0,8 Prozent. Im März und damit kurz nach Beginn des Iran-Kriegs hatte das DIW für dieses Jahr noch 1,0 Prozent Wachstum erwartet und für 2027 mit 1,4 Prozent gerechnet.
"Der Energiepreisschock bremst die Erholung spürbar - aber wir erleben kein zweites 2022/2023", erklärte Dany-Knedlik. "Der Schock ist kleiner, die Energieversorgung ist noch gesichert, und Deutschland ist heute weniger abhängig von fossilen Importen als nach Beginn des Ukraine-Kriegs."
Steigende Verteidigungsausgaben und - zeitlich verzögert - Mittel aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität sorgen demnach für leichtes Wachstum. Der private Konsum komme dagegen nur langsam wieder in Schwung. Die exportorientierte Industrie erholt sich dem DIW zufolge angesichts struktureller Schwächen und außenwirtschaftlicher Unsicherheit insgesamt nur zögerlich. In einem Negativszenario schätzt das DIW, dass die Wirtschaft 2026 sogar um rund 0,5 Prozent schrumpfen könnte.
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"Die finanzpolitischen Impulse fangen den konjunkturellen Rückschlag aber nicht vollständig auf", betonte die DIW-Ökonomin. "Entscheidend ist, dass die Mittel aus den Sondervermögen zügig und tatsächlich zusätzlich abfließen und nicht nur ohnehin bereits geplante Investitionen finanzieren." Sonst falle der Impuls schwächer aus als erhofft.
Die Bundesregierung sollte dringend zielgena
📌 Kaynak
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