Baerbock warnt vor Folgen von Finanzkürzungen bei UN für Afrika

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Baerbock warnt vor Folgen von Finanzkürzungen bei UN für Afrika

Die Vereinten Nationen stehen finanziell massiv unter Druck - das ist in Afrika schon jetzt sichtbar. Die Präsidentin der UN-Generalversammlung, Baerbock, warnt vor schweren Folgen für den Kontinent. Von Karin Bensch. [ mehr ]

Die UN stehen finanziell massiv unter Druck - das ist in Afrika schon jetzt sichtbar. Die Präsidentin der UN-Generalversammlung, Baerbock, warnt vor schweren Folgen für den Kontinent.

Die Finanzkürzungen bei den Vereinten Nationen, sie sind nicht nur Zahlen auf dem Papier - sie sind bereits sichtbar in Afrika. Die Präsidentin der UN-Generalversammlung und ehemalige deutsche Außenministerin, Annalena Baerbock, warnt im Exklusivinterview mit dem ARD-Studio Nairobi vor den Folgen:

Die UN stehen finanziell unter Druck wie nie zuvor. Die Folge: Die Helfer werden zunehmend hilflos. mehr

Die Vereinten Nationen stehen finanziell erheblich unter Druck. Der Grund: Die USA, der bislang größte Geldgeber der UN, haben ihre Zahlungen teilweise gestoppt. Auch zahlen viele Mitgliedsländer ihre Pflichtbeiträge nicht vollständig oder unpünktlich. Die Folge: UN-Projekte werden eingestellt oder zusammengeschrumpft. Und es schwächt die Rolle der Vereinten Nationen auf dem afrikanischen Kontinent sehr.

Zudem würden große Erfolge der Vereinten Nationen - zum Beispiel bei der Bekämpfung von AIDS - durch die Finanzkürzungen kaputt gemacht. Seitdem die Amerikaner aus der Gesundheitsfinanzierung ausgestiegen seien, schnellten die Ansteckungszahlen in einigen afrikanischen Ländern wieder in die Höhe. Ebola sei ein weiteres Beispiel, sagt Baerbock. "Da haben Experten auf dem afrikanischen Kontinent lange davor gewarnt und man ist nicht aktiv geworden, auch weil die Mittel fehlen.

Das Geld soll zudem nur an bestimmte Länder gehen, darunter Syrien und die Ukraine. mehr

In Afrika spielen die Vereinten Nationen eine viel größere Rolle als zum Beispiel im Europa. Sie seien Unterstützer in Krisen und Naturkatastrophen, aber auch Treiber von Innovationen, zum Beispiel bei der Digitalisierung, so Baerbock. "Die Kürzungen betreffen dann einige afrikanische Staaten besonders hart. Und daher muss man jetzt repriorisieren."

Das bedeutet: Prioritäten neu ordnen und neu gewichten. Baerbock fordert, ein Schwerpunkt müsse auf die humanitäre Hilfe gesetzt werden, damit die Ärmsten der Armen nicht komplett im Stich gelassen würden und nicht Hunderttausende Menschen in Afrika in Zukunft verhungern.

Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | "Baerbock: Sorge über Folgen der Finanzkürzungen für Afrika" | 10.06.2026 | 19:50 Uhr

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