Chicxulub-Einschlag: Wie der Dinosaurier-Killer neues Leben ermöglichte

🚀 Uzay 📰 t3n 🕐 2 saat önce
Chicxulub-Einschlag: Wie der Dinosaurier-Killer neues Leben ermöglichte

Ein Asteroideneinschlag gilt als Szenario, das Leben auslöscht und ganze Ökosysteme auf einen Schlag vernichtet. Unter der Oberfläche eines der bekanntesten Krater der Erde verbirgt sich jedoch eine faszinierende Geschichte über die Entstehung neuer Lebensräume. weiterlesen auf t3n.de

Ein Asteroideneinschlag gilt als Szenario, das Leben auslöscht und ganze Ökosysteme auf einen Schlag vernichtet. Unter der Oberfläche eines der bekanntesten Krater der Erde verbirgt sich jedoch eine faszinierende Geschichte über die Entstehung neuer Lebensräume.

Der Einschlag eines Himmelskörpers vor 66 Millionen Jahren auf der heutigen mexikanischen Halbinsel Yucatán löschte rund 75 Prozent des irdischen Lebens aus. Gleichzeitig entstand durch das in das Gestein einsickernde Meerwasser ein gigantisches hydrothermales System unterhalb des Kraters.

Dieses Netzwerk aus heißem Wasser und porösem Gestein bot ideale Bedingungen für mikrobielles Leben, wie in einer im Wissenschaftsmagazin Communications, Earth & Environment veröffentlichten Studie zu lesen ist. Bisherige Computermodelle gingen von einer Lebensdauer dieses Systems von knapp zwei Millionen Jahren aus, was nun deutlich nach oben korrigiert werden musste.

Ein Team von Forscher:innen der schottischen Universität Glasgow sowie weiterer Institutionen untersuchte Bohrkerne aus dem inneren Ringwall des Kraters. Dabei stellten sie fest, dass das hydrothermale System mindestens acht Millionen Jahre lang aktiv blieb und somit viermal länger existierte als bisher angenommen.

Um diese gewaltige Zeitspanne methodisch abzusichern, reichte ein einfacher Blick auf das Gestein nicht aus. Das Team kombinierte stattdessen aufwendige Isotopenmessungen der geborgenen Proben mit neuen physikalischen Computersimulationen.

Der Schlüssel zur Altersbestimmung lag in der sogenannten Argon-Argon-Datierung von winzigen Kalifeldspat-Kristallen. Diese spezifischen Mineralien bildeten sich nicht beim Einschlag selbst, sondern wuchsen erst nachträglich durch das zirkulierende heiße Wasser in den entstandenen Gesteinsrissen.

Kalium zerfällt im Laufe der Zeit mit einer bekannten Rate zu dem Edelgas Argon, welches im Kristallgitter eingeschlossen bleibt. Indem die Wissenschaftler:innen das exakte Verhältnis dieser Isotope maßen, konnten sie präzise nachweisen, dass das durch heißes Wasser bedingte Kristallwachstum bis zu acht Millionen Jahre nach dem Einschlag andauerte.

Um diese Laborwerte unabhängig zu überprüfen, fütterten die Expert:innen zusätzlich die Geologie-Software Hydrotherm mit den realen Porositätsdaten aus den Bohrkernen. Auch diese thermischen Simulationen zeigten eindeutig, dass es acht Millionen Jahre dauerte, bis die Wassertemperaturen und der Durchfluss im Krater wieder auf das normale Umgebungsniveau absanken.

Auch wenn die lange Existenz dieses Systems vielversprechend klingt, bedeutet der bloße Erhalt

#asteroid

📌 Kaynak

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