Preis des Zentralrats der Juden: Kabarettist Dieter Nuhr mit Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet
Der Zentralrat der Juden verleiht seine höchste Auszeichnung an Dieter Nuhr. Der Kabarettist decke Doppelstandards auf, lobte Zentralratspräsident Josef Schuster.
Dieter Nuhr erhält den Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland, dotiert mit 15.000 Euro. Der Kabarettist wird für seinen Einsatz gegen Antisemitismus geehrt und deckt Doppelstandards in der Medienlandschaft auf. In einer Zeit, in der Juden unter Druck stehen, wird Nuhr als Unterstützer der jüdischen Gemeinschaft gewürdigt. Kritik an seiner Person gibt es aufgrund der Einladung der Kabarettistin Lisa Eckhart, die antisemitische Witze gemacht haben soll. Der Leo-Baeck-Preis wird seit 1957 an Persönlichkeiten verliehen, die sich für die jüdische Gemeinschaft engagieren.
Der Kabarettist, Autor und Moderator Dieter Nuhr hat den Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland erhalten. Den höchsten Preis des Zentralrats, der in der Vergangenheit schon an mehrere Bundespräsidenten und an die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ging, wurde am Mittwochabend in Berlin übergeben. Er ist mit 15.000 Euro dotiert.
Mit der Auszeichnung will der Zentralrat Nuhrs Einsatz gegen Antisemitismus ehren. Nuhr decke Doppelstandards auf, »denen die deutsche Medienlandschaft bei diesen Themen oftmals unterliegt«, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster bei der Veranstaltung. Die Verleihung falle in eine Zeit, in der Jüdinnen und Juden enorm unter Druck stünden, teilte er weiter mit. »Was wir erleben, ist eine Normalisierung des Judenhasses.« In dieser Lage stehe Nuhr an der Seite der jüdischen Gemeinschaft.
Der Psychologe und Autor Ahmad Mansour, der die Laudatio für Nuhr hielt, würdigte ihn als Kabarettisten, der den Mut habe, »Themen zu denken, die kaum noch jemand anzusprechen wagt«. Als Beispiele nannte er Klima-Aktivismus, Cancel Culture und den Krieg im Nahen Osten. Bei vielen dieser Themen eckte Nuhr in der Vergangenheit an. Weiter sprach er davon, dass Nuhrs Auszeichnung zeige, dass »das Selbstverständliche außergewöhnlich geworden ist«.
Nuhr selbst sagte, der Preis mache ihn stolz. Es sei aber auch etwas »gruselig«, dass man einen Preis dafür bekomme, »kein Antisemit zu sein«, teilte er mit und thematisierte anschließend den Antisemitismus in der Kulturszene. Im weiteren Verlauf seiner Rede kritisierte er unter anderem auch die Klimaaktivistin Greta Thunberg, den linken Antisemitismus sowie die deutsche Medienlandschaft. »Der Unterschied zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung war noch nie so groß wie heute.«
Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.
An der Entscheidung für Nuhr hatte es zuvor auch Kritik gegeben, unter anderem, weil er in seiner Sendung die Kabarettistin Lisa Eckhart ei
📌 Kaynak
Bu özet Zeit Online kaynağından otomatik derlenmiştir. Tamamı için orijinal habere gidin.
Orijinal haberi oku →