Fußball-WM 2026: Anpfiff in Amerika – Drei Gastgeber, viele Konflikte

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Fußball-WM 2026: Anpfiff in Amerika – Drei Gastgeber, viele Konflikte

Die Fußball-Weltmeisterschaft startet. Wie beeinflussen die USA als Gastgeber die politische Stimmung rund um das Turnier? Und: Debatte über Kinderschutz in Frankreich

Die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer startet heute mit 48 Teams in Mexiko, Kanada und den USA, trotz politischer Spannungen. Donald Trumps Einfluss auf internationale Konflikte wirft Fragen zur Einreise und Gastgeberrolle auf. In Frankreich löst der tragische Tod der elfjährigen Lyhanna eine Debatte über den Umgang mit sexueller Gewalt aus. Proteste fordern Konsequenzen und den Rücktritt des Justizministers. ZEIT-Autorin Annika Joeres analysiert, wie Kinder besser geschützt werden können. Im Podcast "Was jetzt?" geht es auch um eine Raupe mit gefährlicher Haarpracht und aktuelle gesellschaftliche Themen.

Heute beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer. An dem Turnier nehmen 48 Mannschaften aus der ganzen Welt teil, gespielt wird in den drei Gastgeberländern Mexiko, Kanada und den USA. Die Beziehungen der ausrichtenden Länder gelten untereinander als politisch angespannt. Aber auch viele Teilnehmerländer pflegen ein schwieriges Verhältnis zu den USA. Schließlich war Präsident Donald Trump in den vergangenen Jahren in zahlreiche internationale Konflikte und politische Auseinandersetzungen mit verschiedenen Staaten verwickelt. Unklar ist, wie reibungslos die Einreise für Teams und Fans verläuft und wie die USA als Gastgeber wahrgenommen werden. Ob ein Sportereignis wie die Weltmeisterschaft Einfluss auf die geopolitische Lage haben kann – und warum Donald Trump bei dieser WM dennoch in den Hintergrund geraten könnte, ordnet Lenz Jacobsen, Redakteur im Politischen Feuilleton der ZEIT, ein.

In Frankreich hat der Tod der elfjährigen Lyhanna eine landesweite Debatte über den Umgang mit sexueller Gewalt gegen Kinder ausgelöst. Die Schülerin war Ende Mai zunächst als vermisst gemeldet und später tot aufgefunden worden. Der mutmaßliche Täter wurde erst danach festgenommen, obwohl er zuvor mindestens siebenmal wegen sexueller Gewalt angezeigt worden sein soll. Teilweise wurden Verfahren eingestellt oder nicht weiter bearbeitet, obwohl belastende Indizien vorlagen. Der Fall hat in Frankreich massive Proteste ausgelöst. Vor rund 200 Gerichten demonstrierten Tausende Menschen, viele von ihnen Frauen, und forderten Konsequenzen sowie den Rücktritt von Justizminister Gérard Darmanin. Wie der Minister auf die Vorwürfe reagiert und wie Kinder in Frankreich künftig besser vor sexualisierter Gewalt geschützt werden sollen, erläutert ZEIT-Autorin Annika Joeres.

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