Reichweite steigt: KI-Drohnen zerstören Russlands Nachschub
Ukrainische Einheiten schlagen mit Drohnen jetzt 250 Kilometer hinter der Front zu. Das hat Auswirkungen auf die russische Logistik. ( Drohne , KI )
Ukrainische Streitkräfte haben eine Drohnenkampagne ausgeweitet, die tief in russische Nachschublinien eingreift. Betroffen sind Tankfahrzeuge, Lkw und Waggons weit jenseits der Reichweiten, die mit vergleichbaren Systemen bisher erreichbar waren. Ein Offizier des Ersten Korps Asow der Nationalgarde der Ukraine gab der Webseite The War Zone(öffnet im neuen Fenster) Einblicke in diese Strategie.
Im Mittelpunkt stehen demnach modifizierte Starrflügler-Drohnen(öffnet im neuen Fenster), darunter das US-Hornet-System und die Darts-Drohne aus der Ukraine. In der Serienversion erreichen diese Systeme eine Reichweite von rund 50 Kilometern. Einige Einheiten steigerten durch Umbauten die Reichweite durch zusätzliche Starlink-Terminals und Anpassungen am Antrieb auf etwa 250 Kilometer.
Die Grundidee: Je weiter weg von der Front, desto höher die Konzentration von Nachschubgütern, und desto schwieriger für Russland, alles zu schützen.
Die Drohnen operieren im sogenannten Jagdmodus. Künstliche Intelligenz unterstützt bei Zielerkennung, Navigation und Endanflug. Ein System kann Fahrzeugtypen selbstständig klassifizieren und angreifen. Dennoch bleibt laut dem Offizier ein Mensch in der Entscheidungskette für den finalen Angriff.
Praktisch bedeutet das: Mehrere Drohnen können gleichzeitig gestartet werden, eine beobachtet, eine andere greift an. Von der Asow-Einheit veröffentlichtes Videomaterial zeigt diese Koordination gegen russische Versorgungskonvois.
Russische Versuche, die Drohnen abzuwehren, zeigen wenig Wirkung. Elektronische Kriegsführung macht dem Offizier zufolge nur rund zehn Prozent der Gegenmaßnahmen aus. Der Rest umfasse Anti-Drohnen-Netze, Beobachtungsposten, Abfangdrohnen und Soldaten mit Schrotflinten entlang der Versorgungsstraßen. In sozialen Netzwerken kursieren Bilder russischer Lastkraftwagen in Zebra- und Blattmuster-Tarnung, offenbar als Versuch, KI-Erkennungssysteme zu verwirren.
Der Schwerpunkt der Kampagne liegt auf Versorgungsrouten in die Region Donezk, insbesondere auf Straßen durch Mariupol in Richtung Krim und das Gebiet Saporischschja. Über Treibstoffmangel in russisch kontrollierten Gebieten, einschließlich der Krim, berichteten sowohl ukrainische als auch russische Medien.
📌 Kaynak
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