UN-Flüchtlingshilfswerk: 118 Millionen Menschen weltweit geflüchtet oder vertrieben
Erstmals seit zehn Jahren ist die Zahl von Flüchtlingen und Vertriebenen gesunken. Die Rückkehr in die Heimat ist nach UN-Angaben oftmals unfreiwillig.
Die Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen weltweit ist erstmals seit Jahren leicht gesunken, so das UN-Flüchtlingshilfswerk. Mit 117,8 Millionen Menschen sind es 5,4 Millionen weniger als Ende 2024, was den ersten Rückgang seit einem Jahrzehnt darstellt. Besonders in Afghanistan, der Demokratischen Republik Kongo, im Sudan und in Syrien gibt es hohe Rückkehrzahlen, die jedoch unter Druck und unsicheren Bedingungen stattfinden. UNHCR-Chef Barham Salih äußerte Besorgnis über die Situation, da die Rückkehr in unsichere Regionen mit eingeschränktem Zugang zu Dienstleistungen und wirtschaftlichen Chancen erfolgt.
Weltweit ist die Zahl der infolge von Krieg oder anderen Formen von Gewalt vertriebenen oder davor geflüchteten Menschen erstmals seit Jahren leicht gesunken. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) gibt die Zahl von Flüchtlingen und Vertriebenen mit 117,8 Millionen Menschen an. Das sind 5,4 Millionen weniger als Ende 2024, was den ersten Rückgang seit einem Jahrzehnt darstellt.
Die Entwicklung sei vor allem »auf eine starke Zunahme der Rückkehr von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen in einigen der größten Vertreibungskrisen der Welt zurückzuführen«, teilte das UNHCR mit. Zu hohen Rückkehrzahlen komme es etwa in Afghanistan, der Demokratischen Republik Kongo, im Sudan sowie in Syrien.
Das UN-Flüchtlingshilfswerk zeigte sich besorgt darüber. »Viele dieser Rückkehrbewegungen fanden jedoch nicht unter sicheren und stabilen Bedingungen statt, sondern unter verschiedenen Formen von Druck«, sagte UNHCR-Chef Barham Salih. Die Menschen kehrten dabei in Länder oder Regionen zurück, »in denen Unsicherheit anhält, in denen die Infrastruktur beschädigt ist und der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen sowie zu wirtschaftlichen Chancen nach wie vor stark eingeschränkt ist.«
📌 Kaynak
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