Lizzo »Bitch«: Brauchen wir jetzt wirklich den »Bitch«-Sommer?
Popstar Lizzo galt als moralisches Vorbild für Body-Positivity, dann wurde sie wegen Diskriminierung verklagt. Nun ist sie zurück – mit neuem Album. Auch mit neuen Ideen?
US-Popsängerin Lizzo versucht mit ihrem neuen Album "Bitch" ein Comeback, nachdem sie in eine Krise geriet, als Vorwürfe gegen sie erhoben wurden. Trotz des Versuchs, an vergangene Erfolge anzuknüpfen, fehlt dem Album die Dringlichkeit und Schärfe, die ein großes Comeback erfordert. Lizzos Selbstmitleid und Rache in den Songs stehen im Widerspruch zur selbstbewussten Promotion des Albums. Obwohl Lizzos Präsenz in der aktuellen Kultur wichtig ist, wirkt ihr Album unentschlossen und kann nicht überzeugen. Trotzdem bleibt die Frage, warum Lizzo so stark kritisiert wurde, während andere Künstler mit ähnlichen Vorwürfen weiterhin erfolgreich sind.
Vor drei Jahren befand sich US-Popsängerin Lizzo am vorläufigen Zenit ihrer Karriere. Als sie von drei ihrer Tänzerinnen und einer Kostümdesignerin unter anderem wegen sexueller Belästigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz verklagt wurde. Die Karriere der Sängerin, die 2019 durch ihren Sleeper Hit Truth Hurts weltberühmt wurde und 2020 mit ihrem ersten großen Album gleich drei Grammys gewann, erlitt zwar keinen endgültigen Absturz. Aber der Kern von Lizzos öffentlicher Figur war infrage gestellt: das sorgfältig aufgebaute Image aus Body-Positivity, Selbstliebe und Schwarzem, weiblichem Empowerment. Lizzo verschwand für eine Weile aus der Öffentlichkeit. Zwischenzeitlich kursierten sogar Gerüchte, sie wolle sich ganz aus dem Musikgeschäft zurückziehen.
📌 Kaynak
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