IfW: IfW Kiel geht weiter von 0,8 Prozent Wachstum aus
Anders als die meisten Wirtschaftsinstitute senkt das IfW seine Konjunkturprognose nicht. Die Kieler Experten begründen das mit der erwarteten Wirkung von Staatsausgaben.
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft bleibt trotz der wirtschaftlichen Auswirkungen des Irankriegs bei seiner Konjunkturprognose aus dem März. Während andere Institute und Regierungen ihre Prognosen gesenkt haben, erwartet das IfW weiterhin 0,8 Prozent Wirtschaftswachstum für dieses Jahr. Die Experten senkten lediglich ihre Erwartungen für das kommende Jahr von 1,4 auf 1,0 Prozent. Sie begründen ihre optimistische Prognose mit staatlichen Ausgaben, die die Finanzpolitik antreiben, während die Folgen des Irankriegs die Dynamik bremsen. Trotz Anzeichen für eine Erholung zeigen sich bisher kaum Steigerungen bei Exporten und Investitionen, stattdessen steigen vor allem öffentliche Investitionen für Aufrüstung und Infrastruktur. Die Forscher erwarten eine Belebung der Konjunktur erst in der zweiten Jahreshälfte, während die Arbeitsmarktsituation sich nur langsam verbessern wird aufgrund struktureller Hemmnisse und der demografischen Entwicklung.
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hält trotz der wirtschaftlichen Folgen des Irankriegs an seiner Konjunkturprognose aus dem März fest. Die Kieler Experten erwarten für das laufende Jahr weiterhin 0,8 Prozent Wirtschaftswachstum, wie das Institut mitteilte.
Die meisten anderen Wirtschaftsinstitute, die Bundesregierung und die EU-Kommission hatten ihre Prognosen in den vergangenen Wochen deutlich gesenkt und erwarten nur noch ein Wachstum von 0,5 bis 0,6 Prozent. Das IfW Kiel senkte lediglich seine Erwartungen für das kommende Jahr – von 1,4 Prozent auf 1,0 Prozent Wachstum.
Das Institut begründet seine vergleichsweise optimistische Konjunkturerwartung mit den Effekten staatlicher Ausgaben. »Auf die deutsche Wirtschaft wirken derzeit gegenläufige Kräfte«, teilte das IfW mit. »Während die Finanzpolitik für expansive Impulse sorgt, bremsen die Folgen des Irankriegs die wirtschaftliche Dynamik.« Die Wirtschaft zeige derzeit zwar Erholungssignale – allerdings gebe es bislang kaum Anzeichen für mehr Exporte und Investitionen, was bei früheren Aufschwüngen typisch gewesen sei.
Stattdessen würden vor allem die öffentlichen Investitionen für Aufrüstung und Infrastruktur anziehen. Einer spürbaren Belebung der Konjunktur stünden allerdings strukturelle Hemmnisse entgegen. Die positive Wirkung der staatlichen Investitionen erwarten die Kieler Forscher vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Während die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal um 0,3 Prozent gewachsen war, erwartet das IfW im zweiten Quartal einen Rückgang um 0,1 Prozent und erst in den beiden Folgequartalen wieder leichtes Wachstum.
Die Forscher war
📌 Kaynak
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