Mette-Marit motiviert viele Norweger zur Organspende

📰 Gündem 📰 Spiegel 🕐 2 saat önce
Mette-Marit motiviert viele Norweger zur Organspende

Norwegens Kronprinzessin wartet auf eine neue Lunge. Mette-Marits Schicksal bewegt offenbar viele Menschen im Land: Binnen weniger Tage meldeten sich Tausende auf der Onlineplattform der Stiftung für Organspende.

Mette-Marit, 52, geht es wegen ihrer Lungenkrankheit immer schlechter. Zuletzt wurde bekannt, dass die norwegische Kronprinzessin auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt worden ist. Nun zeigt sich, dass in dem Land die Registrierungen zur Organspende in die Höhe geschnellt sind: Wie die norwegische Stiftung für Organspende laut Medienberichten mitteilte, registrierten sich binnen weniger Tage beinahe 6000 Norweger auf der entsprechenden digitalen Gesundheitsplattform.

Zum Vergleich: Im Mai lag die Zahl der täglichen Registrierungen im Durchschnitt bei 70, sagte Aleksander Sekowski von der Stiftung für Organspende zum Sender NRK. »Ganz fantastisch« nannte Sekowski den sprunghaften Anstieg der Neuanmeldungen der Nachrichtenagentur NTB gegenüber.

Mette-Marits Aufnahme auf die Liste war am Freitag bekannt geworden. Ihrem Arzt zufolge ist Voraussetzung für diesen Schritt, dass ein Patient ohne eine neue Lunge nur noch etwa ein Jahr zu leben hätte. Die Kronprinzessin leidet an der unheilbaren Krankheit Lungenfibrose, die das Gewebe des Organs vernarben lässt und die Atmung erschwert. Im Alltag benutzt die Frau von Kronprinz Haakon inzwischen ein Sauerstoffgerät.

»Im letzten halben Jahr hat sich ihre Lungenfibrose deutlich verschlechtert«, sagte Mette-Marits Arzt. Es sei viel mehr Narbengewebe gekommen. »Bei Lungenfunktions-Übungen sehen wir, dass ihre Leistung allein in den letzten drei Monaten beträchtlich gefallen ist. Das ist gefährlich«

Laut der Stiftung Organspende warten in Norwegen derzeit etwa 600 Patientinnen und Patienten auf ein Spender-Organ. Die Warteliste für Lungentransplantationen ist nach Angaben des Lungenfacharztes Are Holm momentan relativ kurz.

In Norwegen gilt bei der Organspende grundsätzlich die Widerspruchslösung, das heißt, eine gestorbene Person wird automatisch zum Organspender oder zur Organspenderin, wenn sie zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen hat. Allerdings werden die Angehörigen stets mit in die Entscheidung einbezogen; diese können die Organentnahme ablehnen. Die Stiftung Organspende rät Norwegern daher, ihre Angehörigen über die eigenen Wünsche bezüglich der Organspende zu informieren.

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📌 Kaynak

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