Fußball-WM 2026: Unser Spiel, unser Turnier, unser Pokal!
Seit Donald Trump an der Macht ist, hat er die halbe Welt gedemütigt, beschimpft und betrogen. Man könnte diese WM also auch nennen: Trump gegen die Welt – das Rückspiel.
Die Fußballweltmeisterschaft in Amerika wird nicht nur die größte, sondern auch die politischste aller Zeiten sein. Die politischen Spannungen zwischen den Gastgebern Kanada, Mexiko und den USA spiegeln sich in den teilnehmenden Ländern wider, die Trump zum Feind gemacht hat. Trotz politischer Einflüsse steht der Fußball im Mittelpunkt, da er einfach, komplex und kollektiv ist. Die WM wird zu einer Machtdemonstration des europäischen Fußballs, während Trumps Einfluss auf das Turnier begrenzt ist. Die obszönen finanziellen Dimensionen des Fußballs stehen im Kontrast zur Ungleichheit und Gier, die die Weltmeisterschaft begleiten. Trotzdem bleibt die WM ein einzigartiges Ereignis, das die Unberechenbarkeit und Echtheit des Fußballs feiert.
Um zu erkennen, warum dies nicht nur die größte, sondern auch die politischste Fußballweltmeisterschaft aller Zeiten ist, muss man ja nur auf die Gastgeber schauen: Wann gab es das schon mal, dass die untereinander tief zerstritten waren, so wie nun Kanada und Mexiko mit dem dritten, den USA? Oder man schaut auf die Liste der erstmals 48 Teilnehmer – sehr viele von ihnen hat sich der US-Präsident in den vergangenen anderthalb Jahren zum Feind gemacht. Etwa die Schweiz (Zölle). Oder Deutschland (Nato). Oder Saudi-Arabien (Irankrieg). Oder Panama (Annexion des Kanals). Oder Kolumbien (Putsch-Drohung). Oder Kongo (Entwicklungshilfe). Oder. Oder. Oder.
Doch gerade weil Donald Trump alles und jeden politisiert, weil er weder Kunst noch Wissenschaft, weder Museen noch Stadien in Ruhe lässt, soll es hier zuerst um Fußball gehen. Um sein Wesen, seine Seele, seine Verlockungen. Jetzt, da die 23. Fußballweltmeisterschaft endlich beginnt, kann man ja einfach noch mal die Frage stellen, warum es ausgerechnet dieser uralte, in England geborene Rasensport zum populärsten Spiel der Welt gebracht hat. Und nicht etwa Baseball, Football, ja nicht einmal der fast so schöne Basketball. Ganz sicher liegt dieser Erfolg, der sich in den kommenden Wochen so feierlich und hoch bezahlt einem globalen Fernsehpublikum präsentieren wird, auch daran, dass man zum Fußballspielen in seiner schlichtesten Form quasi nichts braucht. Vier Jacken für die Tore und eine leere Coladose als Ball tun es zur Not auch.
Fußball ist ganz einfach und zugleich extrem komplex, stupide und intellektuell, er ist von Natur aus bescheiden, wenngleich in der Praxis oft gnadenlos kommerziell.
Die größten Glücksmomente entstehen allerdings, wenn die spontanen Bewegungen von Individuen sich zu einer kollektiven Bewegung zusammenfügen, die sich so niemand vorher hätte ausden
📌 Kaynak
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