Ski-Weltverband: Fis-Präsident Johan Eliasch abgewählt

📰 Gündem 📰 Spiegel 🕐 2 saat önce
Ski-Weltverband: Fis-Präsident Johan Eliasch abgewählt

Er war wohl die umstrittenste Figur im internationalen Skisport, nun verliert Johan Eliasch sein Amt als Fis-Präsident. Danach erhebt er schwere Vorwürfe. Der deutsche Verband reagiert dagegen erleichtert.

Johan Eliasch ist als Präsident des Ski-Weltverbandes (Fis) abgewählt worden. Er unterlag bei der Abstimmung auf dem Fis-Kongress dem Liechtensteiner Alexander Ospelt mit 64 zu 65 Stimmen. Eliasch muss das Amt damit nach fünf Jahren wieder abgeben, Ospelt wird die Fis mindestens für die nächsten vier Jahre führen.

Der Fis-Kongress begann dann mit einer Machtdemonstration: Mit 88 Prozent der Stimmen wurde die Tagesordnung geändert, um die Präsidentschaftswahl als ersten Tagesordnungspunkt vorzuziehen. Anschließend wurde mit 60 Prozent der Stimmen beschlossen, anstelle der elektronischen Stimmabgabe Papierwahlzettel zu verwenden. Die gesamte Abstimmung wurde von einem externen Juristen überwacht. Während der 50-minütigen Wahl durften die Anwesenden nicht kommunizieren. Die Auszählung dauerte 45 Minuten.

Eliasch und Ospelt waren die einzig verbliebenen Kandidaten. Drei weitere Personen hatten im Vorfeld zurückgezogen.

Eliasch verlor auch seinen Platz im Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Er reagierte auf seine Abwahl mit Vorwürfen gegen das IOC. Er habe von vielen gehört, dass das IOC versucht habe, das Ergebnis der Wahl zu beeinflussen, ohne näher darauf einzugehen. »Dagegen müssen wir standhaft bleiben, denn wir sind eine unabhängige Organisation«, sagte Eliasch.

In den vergangenen Wochen hatten sich vor allem die großen Skiländer Österreich, Schweiz, USA und Deutschland gegen Eliasch positioniert:

Sie kritisierten ihn für seine fehlende Kommunikation. Eliasch habe Entscheidungen ohne Absprache getroffen.

Wolfgang Maier, der Alpindirektor des Deutschen Skiverbands (DSV), warf Eliasch vor, er habe »keine Ahnung«. Der DSV gewann einen juristischen Streit gegen Eliasch, als er ohne Rücksprache alle Wintersportarten zentral vermarkten wollte. Eliasch überarbeitete seine Vorschläge.

Zudem geriet die Fis einer Recherche der »Süddeutschen Zeitung« zufolge in finanzielle Probleme. Der einst gut aufgestellte Weltverband verbuche mittlerweile einen Millionenverlust. Eliasch soll diese Probleme beschönigt haben, Fis-CEO Urs Lehmann soll deswegen laut der Schweizer Zeitung »Blick« seinen Posten aufgegeben haben.

Auch Athleten und Athletinnen übten Kritik an Eliasch. »Vieles, was die aktuelle Fis-Führung versprochen hat, wird nicht umgesetzt«, sagte etwa Alpin-Superstar Mikaela Shiffrin. Marco Odermatt oder Lucas Pinheiro Braathen warfen Eliasch mangelnde Transparenz und Egoismus vor und wünschten sich einen Wechsel an der Fis-Spitze.

Kritiker warfen ihm außerdem einen Interessenkonflikt vor. Eliasch ist Mehrheitseigner von Head. Head gehört zu den fü

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📌 Kaynak

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