KI-generierter Gastbeitrag: Ein Armutszeugnis für die politische Debatte
Die FAZ hat zu Recht den KI-generierten Gastbeitrag von Mario Voigt gelöscht. So einfach darf es sich die Politik in gesellschaftlichen Debatten nicht machen. Ein IMHO von Friedhelm Greis ( KI , Politik )
Zu den Tätigkeiten, die mit am stärksten von den Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz (KI) betroffen sein werden, gehört sicherlich das Redenschreiben für Politiker. Warum Praktikanten damit beauftragten, das Grußwort zur Eröffnung des Thüringer Bratwursttags zu schreiben, wenn das auch von ChatGPT erledigt werden kann? Doch das Schreiben guter politischer Reden ist durchaus eine hohe Kunst und sollte nicht dadurch entwertet werden, dass sogar Beiträge zu aktuellen politischen Debatten zu 100 Prozent von einer KI stammen.
In früheren Zeiten spielten Redenschreiber(öffnet im neuen Fenster) für Politiker eine wichtige Rolle. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der Journalist Klaus Harpprecht(öffnet im neuen Fenster), der Anfang der 1970er Jahre für den damaligen Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) arbeitete. Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) ließ den bekannten Mainzer Büttenredner Rolf Braun für sich schreiben. Die Redenschreiberin von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Eva Christiansen, galt als deren wichtigste politische Beraterin. Der ultrakonservative Stephen Miller schrieb 2016 die Wahlkampfreden für Donald Trump.
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