Thailand: Zwei Uiguren wegen Anschlags auf Schrein in Bangkok zum Tod verurteilt

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Thailand: Zwei Uiguren wegen Anschlags auf Schrein in Bangkok zum Tod verurteilt

Die verurteilten Uiguren sollen für einen Anschlag im Jahr 2015 verantwortlich sein, bei dem 20 Menschen getötet wurden. Der Hintergrund der Tat bleibt weiter unklar.

Zwei Uiguren nach Bombenanschlag in Thailand zum Tode verurteilt, Anwalt kündigt Berufung an. Hintergründe des Anschlags weiterhin unklar, offizielle Version spricht von Racheakt. Experten vermuten uigurische Separatisten als Urheber, Verurteilte werfen Folter vor. Langwieriges Verfahren mit Kritik an Behandlung der Angeklagten, Erawan-Schrein als Tatort. Richter sehen wenige Beweise für Folter, Opfergaben für hinduistischen Schöpfergott Brahma am Schrein.

Zwei Mitglieder der muslimischen Minderheit der Uiguren sind nach einem Bombenanschlag in Thailand zum Tode verurteilt worden. Die beiden aus China stammenden Männer sollen im Jahr 2015 einen Anschlag auf den Erawan-Schrein in Bangkok verübt haben, teilte das zuständige Strafgericht mit. Bei dem Anschlag wurden 20 Menschen getötet, mehr als 120 weitere verletzt. Den Männern wurde unter anderem Mord, versuchter Mord und der illegale Besitz von Sprengstoff vorgeworfen. Der Anwalt der Beschuldigten hat angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen.

Die Hintergründe des Anschlags sind auch nach dem Urteil weiter unklar. Die offizielle Version der Behörden ist, dass es sich um einen Racheakt für die Zerschlagung eines Menschenhändlerrings durch die Polizei gehandelt habe. Einige Experten vermuteten jedoch als Urheber uigurische Separatisten, die erzürnt über die gewaltsame Ausweisung von mehr als 100 Uiguren aus Thailand nach China gewesen seien. Die Tatsache, dass die Männer der in China unterdrückten Minderheit angehören, stützte diese These.

Das Verfahren gegen die beiden mutmaßlichen Attentäter begann 2016. Wegen Problemen mit Dolmetschern und der Einschränkungen in der Coronapandemie musste der Prozess mehrfach unterbrochen werden. Menschenrechtsorganisationen kritisierten das langwierige Verfahren, das zunächst vor einem Militärgericht geführt worden war.

Einer der Verurteilten sagte nach der Urteilsverkündung, er akzeptiere »nichts von alldem«. Er habe »nichts Falsches getan«. In dem Prozess habe das Gericht mehrere Aspekte des Falls nicht ausreichend berücksichtigt, darunter die Behandlung der beiden Angeklagten, sagte der Verteidiger der beiden Männer, Choochat Kanpai. Die mutmaßlichen Täter warfen den Strafverfolgungsbehörden vor, sie nach ihrer Festnahme gefoltert zu haben. Die Richter sagten, dass es dafür wenige Beweise gebe.

Der Erawan-Schrein, der zum Grand Hyatt Erawan Hotel in Bangkoks belebtem Geschäfts- und Hotelviertel Pathum Wan gehört, ist dem hinduistischen Schöpfergott Brahma geweiht. Täglich kommen Tausende Menschen zu dem Schrein, um mit Blumengirlanden, Kerzen und Räucher

📌 Kaynak

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