Künstliche Intelligenz in der Politik: Wem Worte egal sind, der sollte kein Politiker werden
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt hat wohl Reden von der KI schreiben lassen. Nicht schlimm? Im Gegenteil! So berauben sich Politiker ihrer wichtigsten Ressource.
Politiker greifen vermehrt auf künstliche Intelligenz zurück, um Reden zu verfassen, was zu einer Entfremdung von den Wählern führt. Mario Voigt, Ministerpräsident von Thüringen, nutzte KI für bedeutende Reden, was Empörung auslöste. Die Verwendung von generischen Phrasen und austauschbarer Sprache verstärkt das Bild von Politikern als Sprechautomaten. Im Gegensatz dazu stehen Politiker wie Björn Höcke, die mit individueller, wenn auch fragwürdiger Sprache auffallen. Die Sehnsucht nach Authentizität und echter Verbindung zu den Wählern bleibt in der politischen Kommunikation unerfüllt.
Wir erleben, das muss man sich kurz noch einmal vergegenwärtigen, eine Krise im Verhältnis von Regierenden zu Regierten. Es ist eine substanzielle Krise, weil die politischen Maßnahmen der Regierungen immer weniger Zustimmung generieren. Es ist aber auch eine emotionale Krise. Immer mehr Menschen haben das Gefühl, Politiker sprechen an ihnen vorbei. Sie vermissen Charaktere in der Politik. Sie halten die Politiker für generisch, austauschbar, unauthentisch. Ein Heer von Sprechautomaten, die bloß die immer gleichen Phrasen neu zusammenschrauben.
📌 Kaynak
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