USA: Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet

📰 Gündem 📰 Spiegel 🕐 2 saat önce
USA: Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet

Hersteller in den USA verlangen deutlich höhere Preise für ihre Waren. Der Handel dürfte einen Teil der gestiegenen Kosten weiterreichen – und die Verbraucher werden mehr zahlen müssen.

In den USA sind die Erzeugerpreise wegen der höheren Energiekosten erneut deutlich gestiegen. Die Preise, die Hersteller für ihre Waren verlangen, legten im Mai im Jahresvergleich um 6,5 Prozent zu. So teilt es das US-Arbeitsministerium in Washington mit.

Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Rate von 6,4 Prozent gerechnet, nachdem sie im Monat zuvor bei 5,7 Prozent gelegen hatte. Seit mittlerweile drei Monaten geht es mit den US-Erzeugerpreisen kräftig nach oben, im Februar vor dem Irankrieg hatte die Jahresrate bei 3,4 Prozent gelegen.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Erzeugerpreise im Mai um 1,1 Prozent. Hier wurde nur ein Anstieg um 0,7 Prozent erwartet.

Angetrieben wurden die Erzeugerpreise unter anderem durch steigende Kosten für Energie. Diese zogen im Mai im Jahresvergleich um 36,6 Prozent an. Die Kernrate, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Nahrungsmittel ausgeklammert werden, verharrte auf 4,9 Prozent und ist damit geringer als erwartet ausgefallen.

Die Erzeugerpreise dienen als frühe Hinweisgeber für die Entwicklung der Verbraucherpreise. Die Ölpreise sind seit Beginn des ‌Irankriegs Ende Februar spürbar gestiegen ​und haben ‌damit auch die US-Inflationsrate kräftig in die Höhe getrieben. Die Teuerung kletterte im Mai um 4,2 Prozent binnen der Jahresfrist und damit so stark wie zuletzt im ‌April 2023. Unternehmen dürften laut Experten einen Teil des höheren Kostendrucks weiterreichen, sodass die Inflation weiter steigen ‌könnte.

Am Mittwoch wurde für Mai eine Inflationsrate von 4,2 Prozent gemeldet, die höchste Zahl seit April 2023. Es wird erwartet, dass die US-Notenbank den Leitzins bei der Zinsentscheidung in der kommenden Woche unverändert in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent halten wird.

Mit seinem Iranfeldzug hat der US-Präsident die Inflation angeheizt. Der neue Zentralbankchef Kevin Warsh wird Donald Trump wohl enttäuschen – und die Zinsen kaum senken. Im Euroraum dürften Kredite teurer werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

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📌 Kaynak

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